Dienstag, 23. September 2014

Hannes Kremsmair wirft das Handtuch - Co-Trainer übernimmt

Hannes Kremsmair
Die Salzburger Liga hat ihren ersten Trainerwechsel: Nach einem katastrophalen Saisonstart steht der SAK 1914 derzeit mit nur drei Punkten im Tabellenkeller, am Montag warf nun Trainer Hannes Kremsmair das Handtuch. Für die restlichen Partien der Herbstsaison übernimmt Günther Codalonga, im Winter soll ein neuer Coach präsentiert werden.

Am Freitag musste sich der SAK im Keller-Duell zu Hause Berndorf mit 0:2 geschlagen geben, nur wenige Tage später gab Hannes Kremsmair w.o. "Er müsste in der jetzigen Situation mehr Zeit aufwenden, was aber aus beruflichen und privaten Gründen nicht möglich ist. Deswegen hat er sein Amt zur Verfügung gestellt", erklärt SAK-Obmann, der mit dem Saisonstart alles andere als zufrieden ist: "Der Trainer ist aber sicherlich nicht schuld an der Misere, da müssen sich die Spieler schon an die eigene Nase fassen."

Codalonga und Lothring übernehmen
Neuer starker Mann an der Seitenlinie ist Günther Codalonga, der bereits in den letzten Jahren als Co Trainer bei den Städter arbeitete. Unterstützen wird ihn Chrstian Lothring, der aber gleichzeitig noch die zweite Mannschaft der Blau-Gelben coacht. "Bis Winter ziehen wir es jetzt so durch und dann werden wir uns nach einem neuen Trainer umschauen." Auch wenn Codalonga Erfolg hat, wird er höchstwahrscheinlich wieder ins zweite Glied zurückgehen, da ihm die nötige Lizenz für die Salzburger Liga fehlt.

Quelle: ligaportal / Foto: sulzi59.com

Alarmstufe Rot vor Cup-Hit

Austria Salzburg empfängt Sturm Graz zum ÖFB-Cup-Schlager in Vöcklabruck. Nicht nur die Violetten sind bestens vorbereitet, die Exekutive erwartet ein Risikospiel.

Es soll ein Fußballfest werden, wenn heute, Dienstag (20.30 Uhr/live in ORF Sport +), der SV Austria Salzburg den SK Sturm Graz zum Zweitrunden Schlager im ÖFB-Cup herausfordert. Vor allem für die Violetten bietet das Duell mit dem steirischen Traditions- und Bundesligaclub einen Vorgeschmack auf die anvisierte Rückkehr in den Profifußball. Das Fan Interesse ist riesig, das Stadion in Vöcklabruck wird mit 4400 Zuschauern ausverkauft sein.

Dass es tatsächlich das von Austria-Trainer Klaus Schmidt erhoffte „Fest“ wird, dafür muss der überlegene Westliga-Leader sportlich über sich hinauswachsen. „Sturm ist natürlich klarer Favorit, aber wir müssen an die Sensation glauben. Wir wollen zeigen, wie gut wir sind, und die Chance nutzen, den Verein in Österreich von seiner besten Seite zu präsentieren“, erklärt Schmidt. Dass der Bundesliga Sechste die Austria unterschätzen wird, diesen Gefallen werde Sturm seinem Team nicht machen. „Sie werden auf der Hut sein und das Spiel sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Nach dem Abgang von Darko Milanic wird Amateure-Co-Trainer Günter Neukirchner die Grazer in Oberösterreich interimistisch betreuen. Schmidt erwartet durch den Trainerwechsel aber keine große Veränderung: „Ich glaube nicht, dass der neue Trainer mit großen Überraschungen aufwartet, zumal auch gar keine Zeit dafür bleibt. Außerdem gibt es auch keinen Grund, weil sie die letzten beide Auswärtsspiele in Salzburg und Ried gewonnen haben, daher auch mit breiter Brust antreten werden.“ Für Austria Sportchef Gerhard Stöger stellt das Cup-Duell ein, vielleicht sogar das größte sportliche Highlight seit der Neugründung vor neun Jahren dar. Allein die Tatsache, dass die „neue“ Austria erstmals live über den Bildschirm flimmert, ist für den Verein eine große Herausforderung. Wie auch jene Aufgaben die Infrastruktur und Sicherheit betreffend. „Aber das nehmen wir sehr gerne in Kauf. Das Spiel ist für das Image des Vereins sehr wichtig“, erklärt Stöger.

Apropos Sicherheit: Nicht nur für die Salzburger, auch für den Österreichischen Fußballverband ist diese Partie „keine wie jede andere“, erklärt Kommunikationschef Wolfgang Gramann. Der ÖFB stufte das Match als Risikospiel ein. „Das bedeutet, dass auch von uns Leute vor Ort sind, die das Geschehen zusammen mit der Exekutive sehr genau beobachten“, sagt Gramann.

Besondere Brisanz bekommt das Spiel, da in diversen Internetforen „Fans“ ankündigten, Ausschreitungen zu provozieren. So sollen sich Gruppierungen von GAK und Ried mit Salzburgern verbünden, auf der anderen Seite Sturm-Anhänger Verstärkung aus Deutschland bekommen. Im und um das Stadion soll es zwar „ruhig“ bleiben, aber die örtlichen Behörden sind informiert, sind auf „Alarmstufe Rot“. Eine Abordnung von rund 250 Exekutivbeamten wird mit sogenannten Dokumentationsteams die Lage fernab des sportlichen Geschehens überwachen. Auch von Seiten der Austria gäbe es einen Plan B, wenngleich man laut Stöger natürlich nicht hofft, davon Gebrauch machen zu müssen.

Fernab von etwaigen Unruhestiftern werden 900 Fans aus Graz sowie mehr als 3000 Salzburg-Anhänger in Vöcklabruck erwartet. Rund 300 Restkarten sind voraussichtlich heute noch zu ergattern.

Quelle: S/N

St. Johann fordert die „Eurofighter“ - Grödiger Gastspiel in Steyr

Willkommene Abwechslung zum Westliga-Alltag in St. Johann. Die Pongauer empfangen in der 2. ÖFB-Cup-Runde heute, Dienstag (19 Uhr), den SKN St. Pölten und fordern damit nicht nur den Finalisten der vergangenen Saison, sondern auch einen rot-weiß-roten Europacup-Vertreter. Die Niederösterreicher erreichten in der Qualifikation zur Europa League die dritte Runde, mussten sich erst dem niederländischen Spitzenclub PSV Eindhoven mit dem beachtlichen Gesamtscore von 2:4 geschlagen geben. Die Mannschaft von Franz Aigner will sich aber keinesfalls mit der Rolle als Sparringpartner anfreunden. „Die Erste Liga ist um einiges besser als die Regionalliga, aber ich schätze unsere Chance mit 30:70 ein. Wenn wir einen guten Tag erwischen, ist die Sensation möglich“, sagt Aigner. Er spricht damit auch die durchwachsene Saison der Niederösterreicher an, die nach nur vier Siegen in elf Meisterschaftspartien nur im Mittelfeld rangieren.

Umgekehrte Vorzeichen erwarten den SV Grödig beim Gastspiel in Steyr. Vorwärts ist aktuell Fünfter der Regionalliga Mitte und baut außer auf bundesligaerfahrene Spieler wie den Ex-Grödiger Thomas Krammer auf das bekannte fanatische Heimpublikum im altehrwürdigen Vorwärts-Stadion. Nicht zuletzt deshalb warnt auch Grödig-Coach Michael Baur: „Sie spielen sehr couragiert. Wir müssen höllisch aufpassen, wenn wir keine unangenehme Überraschung erleben wollen.“ Dennoch ist der Bundesliga-Achte klarer Favorit und kann damit in der Meisterschaft verlorenes Selbstvertrauen tanken. Der zuletzt beim 0:0 in der Südstadt gesperrte Stefan Nutz ist wieder dabei.

Quelle: S/N

Montag, 22. September 2014

Red Bull Salzburg verliert 2:3 gegen Austria Wien

Nichts wurde es mit dem erhofften Befreiungsschlag. Red Bull Salzburg konnte im dritten Bundesligaspiel in Folge nicht gewinnen. Gegen Austria Wien setzte es für die Bullen in der zehnten Runde eine 2:3-Niederlage.

Das Duell der beiden Krisen-gebeutelten Mannschaften, zwischen Red Bull Salzburg und Austria Wien entschied der Tabellenachte aus Wien mit 3:2 für sich. Die Salzburger, fast die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl, nutzten ihre Chancen nicht und bleiben in der Meisterschaft weiter neben der Spur. Die Hütter-Truppe ist nun seit fünf Spielen sieglos und vergab die Rückeroberung der Tabellenführung. In der Liga war es die dritte Pleite in Folge. Das hat es in der knapp zehnjährigen Red-Bull-Ära bisher noch nie gegeben. “Hütter Raus”-Rufe schallten beim Schlusspfiff von den Rängen, des erfolgsverwöhnten Salzburger Publikums. “Wenn man bei so einem Verein wie Red Bull Salzburg fünf Spiele nicht gewinnt, dann wird die Kritik groß. Das ist normal und auch verständlich. Ich versuche so zu arbeiten, dass wir in die richtige Spur kommen”, so der Trainer nach dem Spiel.

Mit drei frischen Spielern in der Startformation wollte Trainer Adi Hütter den Weg aus der “Ergebniskrise” schaffen. Statt Leitgeb, Sabitzer und Ilsanker starteten Naby Keita, Massimo Bruno und Valentino Lazaro. Aber auch der Tabellenachte aus Wien wollte endlich wieder in die Spur zurückfinden und suchte sein Heil in der Offensive.
So gestaltete sich in der Anfangsphase ein offenes Spiel. Weil das Salzburger Gegenpressing meist nur bedingt Früchte trug, hatte die Austria oft die Chance weite Bälle in die Spitze zu schlagen. Die erste Großchance des Spiels hatte allerdings Alan für Salzburg. Er konnte einen abgewehrten Schuss, aus zehn Metern allerdings nicht an Austria-Goalie Lindner vorbeibringen.

Erst Jubel, dann Verunsicherung
Was jedoch gut funktionierte waren die Ballgewinne im Mittelfeld, aus denen die Bullen durch schnelles Umschaltspiel immer öfter gefährlich wurden. Die entstandenen Räume nutzten Soriano und Co. gut und kontrollierten so das Spielgeschehen. So entstand auch das 1:0 von Alan (31.). Ballgewinn, schneller Steilpass in die Tiefe, den Alan durch einen Schuss unter die Latte eiskalt verwertete.

Doch der Jubel hielt nicht lange an. Ausgerechnet Ex-Bulle Marco Meilinger tanzte Andi Ulmer aus und zog von der Strafraumgrenze zum 1:1 ab. Nachdem Lazaro nur knapp die erneute Führung vergab, legten die Gäste nach. Alexander Grünwald ließ die Salzburger Abwehr gar nicht gut aussehen, legte quer auf De Paula, der aus fünf Metern zum 1:2 einschob (38.). Und da war sie wieder, die Salzburger Verunsicherung.

“Ich sehe die Verunsicherung als Hauptgrund für die Negativserie. Wir haben wie aus der Pistole geschossen begonnen, mit dem Ausgleich war die Verunsicherung aber wieder da. Wenn man so verteidigt wie wir, dann hat man den Sieg und die Tabellenführung nicht verdient. Solche Gegentore gehören analysiert und abgestellt”, analysierte Hütter die Fehler seiner Mannschaft.

Red Bull Salzburg in Unterzahl
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam zur Verunsicherung auch noch Frust dazu. Hinteregger musste nach einem dummen Foul (49.) an der Mittellinie mit Gelb-Rot vom Platz. Ihm folgte wenig später (53.) Austria-Coach Gerald Baumgartner, der sich zu wehement beim Schiedsrichter beschwerte. Mit einem Mann weniger tat sich Red Bull Salzburg schwer die dichte Abwehr der Veilchen zu knacken. Zudem blieben die Wiener stets gefährlich. Jedoch ließen sich die Bullen nicht abschütteln.

Nachdem Soriano (67.) den Ausgleich knapp verpasste, machte es Sturmkollege Alan besser. Der Brasilianer stieg nach Ankersen-Flanke am höchsten und versenkte den Ball zum 2:2 im Tor der Austria. Der einwechselte Marcel Sabitzer hatte in der 76. Minute schon die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Lindner. Auf der Gegenseite rettete Salzburg-Goalie gegen Omer Damari. Das Spiel stand zu diesem Zeitpunkt auf Messers Schneide – nichts für schwache Nerven. Scheinbar war die Austria besser für das Krisen-Duell gerüstet. Denn in der 86. Minute versetzte Damari den Bullen mit seinem Treffer zum 3:2 den Todesstoß. Die Krise des Meisters hält damit an, der zweite Tabellenplatz tröstet darüber nur wenig hinweg.

Quelle: salzburg24.at

Wals feiert Sieg im Derby gegen Siezenheim

Der Heeres SV Wals durfte sich im Derby in der 2. Landesliga Nord gegen den UFC Siezenheim über einen durchaus überraschenden 2:1-Sieg freuen, war man gegen die Siezenheimer doch als Außenseiter angetreten. Dazu kam, dass man in der 27. Spielminute gegen die Elf von Trainer Raphael Ikache mit 0:1 zurücklag. Siezenheim-Torjäger Smajo Alihodzic versenkte den Ball unhaltbar im Tor der Walser. Doch nur wenig später gelang Christopher Greil aus kurzer Distanz der Ausgleich (36.). Nach der Pause flachte das Spiel zunehmend ab, Siezenheim hatte keine großen Tormöglichkeiten mehr. Als schon alle mit einem Unentschieden gerechnet hatten, glückte Fabio Lehmann noch das späte Siegestor (88.).

„Das war heute mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung. Nachdem wir den Ausgleichstreffer kassiert haben, konnten wir einfach nicht mehr zulegen“, blickte ein ernüchterter Ikache auf das Spiel zurück.

Dass in Siezenheim aber offensichtlich gute Arbeit geleistet wird, sieht man bei einem Rückblick auf die letzten zwei Jahre: Auf Anhieb gelang der Durchmarsch von der 2. Klasse in die 2. Landesliga. In der vierten Runde des SFV-Landescups bezwang man heuer sogar schon Austria Salzburg mit 2:1. Ikache blickt auch optimistisch nach vorn: „Ich glaube, wir können mit jedem Team in der Liga mithalten. Unser Ziel ist es, am Ende unter den ersten fünf zu stehen.

Quelle: S/N