Montag, 6. Juli 2015

Leonhard Kaufmann wechselt von Cottbus zu Austria Salzburg

Die Einkaufstour bei Austria Salzburg geht weiter: Mit der Verpflichtung von Ex-Sturm-Spieler Leonhard Kaufmann machte der Aufsteiger am Montag den sechsten Neuzugang perfekt.

Der österreichische Mittelfeldspieler wechselt vom deutschen Drittligisten Cottbus (26 Spiele/ 3 Tore) zu den Violetten, wie die Austria am Nachmittag mitteilte. Der 26-Jährige ist erst seit Freitag in Salzburg, hinterließ aber in dieser kurzen Zeit schon einen äußerst starken Eindruck.

Mittelfeld wird zum Prunkstück
“Mit Leo kommt nochmals geballte Kraft ins Mittelfeld, das könnte somit in der kommenden Saison unser violettes Prunkstück werden”, freute sich Sportdirektor Gerhard Stöger. Der ehemalige Bundesligaspieler (86 Spiele/ 8 Tore) spielte in Österreich unter anderem für Sturm Graz und LASK Linz.

Der Kader der Austria nimmt damit immer mehr Konturen an. Zuvor wurden bereits die Mittelfeldspieler Haris Bukva, Somen Tchoyi, Christoph Bann, sowie Stürmer Valentin Grubeck und Linksverteidiger Thomas Burghuber verpflichtet.

Quelle: salzburg24.at

In Bischofshofen soll wieder Ruhe einkehren - Trainersuche über das AMS

Nach der Spielerrevolte und dem folgenden Abgang von Ex-Sektionsleiter Johann Weiss und Spieler Arif Sahin soll beim SK Bischofshofen, der letzte Saison den Sprung in die Salzburger Liga schaffte, wieder Ruhe einkehren. Gerhard Mitterlechner, dessen Vertrag vor dem ersten Training gelöst wurde, wurde durch den Portugiesen Sergio Raimundo ersetzt. Fünf Spieler konnten bereits verpflichtet werden.

Wenige Woche vor dem Saisonende präsentierte der SK Bischofshofen ein ambitioniertes Projekt: Mit einer ausgegliederten GMBH, der der Ex Judoka Patrick Reiter vorsteht, wollte man den Verein auf breitere und bessere Beine stellen. Mit den bisherigen Geschehnissen kann man aber nicht zufrieden sein: So kam es vor kurzer Zeit mit Sektionsleiter Johann Weiss zum Bruch, zudem wurde Arif Sahin, der Reiter in der Öffentlichkeit verbal attackierte, entlassen. Der Stürmer verließ den Verein und kickt in der kommenden Saison in St. Johann. Außerdem wurde Trainer Gerhard Mitterlechner bereits vor der ersten Trainingseinheit wieder entlassen. "Gewisse Personen haben ihre eigenen Interessen über die des Vereins gestellt", erklärt Reiter, der bereits fünf Kicker zum BSK locken konnte: Neben Johann Höllwart werden auch drei Portugiesen und ein Kroate die Pongauer verstärken. Goalie Mateusz Trochanowski, der mit den Pongauern in Verbindung gebracht wurde, wird nicht verpflichtet. "Wir sind derzeit fließig am testen. Es kann schon noch der eine oder andere Spieler kommen", so Reiter.

Nachwuchstrainer vom AMS?
Statt Mitterlechner wird in Zukunft Sergio Raimundo, der für alle sportlichen Belange beim BSK zustänig ist, als Trainer fungieren. "Bis Winter wird er fix auf der Trainerbank sitzen, dann sehen wir weiter", erklärt Reiter, der über das AMS eine Anzeige aufgegeben hat: Gesucht wird ein Trainer mit B-Lizenz. "Diese Anzeige ist aber nicht für einen Kampfmannschafts-Trainer, sondern für den Nachwuchs. Wir wollen in unsere Jugend investieren und brauchen gute Leute", erklärt Reiter. Im Jahr eins in der Salzburger Liga will Bischofshofen sich in der Liga etablieren und nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Quelle: ligaportal.at

Seekirchen holt noch einen Innenverteidiger - Lapkalo sauer auf Alihodzic

Der SV Seekirchen, der in der letzten Saison in der Regionalliga West einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichte, kann seinen vierten Neuzugang präsentieren: Borislav Petrovic kommt vom Salzburg-Ligisten FC Hallein und soll die Innenverteidigung verstärken. In den letzten Tagen der Transferzeit soll noch ein Spieler für die Offensive kommen. Nicht gut zu sprechen ist Seekirchens Sportlicher Leiter Mario Lapkalo auf Siezenheim Stürmer Smajo Alihodzic.

"Mit Borislav Petrovic bekommen wir einen robusten Spieler, der sicher sehr gut zu uns passt", freut sich Seekirchens Sportlicher Leiter Mario Lakalo. Davor konnten die Wallerseer bereits Goalie Markus Wimpissinger (Grödig Amateure), Thomas Schnöll (Schwarzach) und Stefan Permanschlager (Bürmoos) verpflichten. "Derzeit sind wir noch auf der Suche nach einem Spieler für die Offensive", so Lapkalo.

Nicht gut zu sprechen ist man in Seekirchen auf Smajo Alihodzic. "Der Spieler hat uns per Handschlag zu gesagt und wir haben fix mit ihm gerechnet. Einige Tage später haben wir dann erfahren, dass er doch in Siezenheim verlängert. Auf die Handschlagqualität einiger Kicker kann man sich heutzutage leider nicht mehr verlassen", ärgert sich Lapkalo.

Quelle: ligaportal.at

Heimspiel rückt in weite Ferne

Es darf gerätselt werden, wann die Salzburger Austria das erste Heimspiel in der Ersten Liga in Maxglan durchführen kann. Auf der Baustelle MyPhone Arena konnte aus Sicherheitsgründen der für Sonntag geplante Test gegen den Karlsruher SC nicht durchgeführt werden.

Auch die Partie am Mittwoch gegen Greuther Fürth wird nicht in Maxglan gespielt werden können. Die Violetten müssen nach Straßwalchen ausweichen. Dort hätte am Sonntag statt gegen Karlsruhe gegen den albanischen Meister KF Skenderbeu Korca getestet werden sollen. Da auch diese Partie abgesagt wurde, gab es nur ein internes Testspielchen.

Die Austria-Fans werden also wohl noch einige Zeit warten müssen, ehe in der MyPhone Arena Bundesligafussball zu sehen sein wird. In einer Austria Aussendung hieß es nämlich: "Aufgrund der Bauverzögerungen wird sich ein Heimauftakt in der zweiten Runde auch nicht ausgehen. Die Austria wird die ersten drei Heimspiele wohl in Schwanenstadt austragen müssen." Einen echten Heimvorteil hätten Somen Tchoji und Co. dann erst in der 7. Runde am 28. August gegen Wacker Innsbruck. Da die Partie als Hochsicherheitsspiel eingestuft wird, ist aus Sicherheitsgründen eine Verlegung ins Ausweichstadion nach Schwanenstadt logisch.

Den 14. September können sich alle violetten Fans rot anstreichen. Die Partie gegen Kapfenberg in der neunten Runde sollte dann doch in Maxglan durchgeführt werden können. Dann wäre das erste Viertel der Sison auch schon vorbei.

Quelle: S/N

"Ich sehe genug Qualität in der Mannschaft"

Beim SV Grödig blieb nahezu kein Stein  auf dem anderen. Manager Christian Haas blickt der neuen Saison dennoch mit Zuversicht entgegen.

Christian Haas führt seinen SV Grödig in die bereits sechste Profisaison. Nach drei Jahren in der Ersten Liga spielt der Salzburger Dorfclub nun das dritte Jahr in Folge in der Bundesliga. Aus dem einst belächelten Aufsteiger ist eine Topadresse im österreichischen Fussball geworden. Ein Verein, der sich als Aus- und Fortbildungsverein über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat und sogar eine Rapid-Legende in die Provinz lockte. Was er zur Arbeit von Neo-Trainer Peter Schöttel sagt und wie er die neue Mannschaft einschätzt, erzählt der seit gestern 38-jährige Haas im S/N Interview.

S/N: Die ersten zwei Trainngswochen sind absolviert, dazu gab es am Freitag einen 8:0 Testspielsieg gegen Kufstein. Wie ist Ihr Eindruck vom Team?
Haas: Der ist sehr gut. Wir sind auf dem richtigen Weg. Wichtig ist jetzt, dass der Trainer so schnell wie möglich eine Mannschaft findet.

S/N: Mit Peter Schöttel ist nicht nur der Trainer neu, es gibt auch unzählige neue Spieler. Wie viel Risiko bringt so ein gravierender Umbruch?
Haas: Ich gehe ohne Bauchweh in die neue Saison. Weil ich davon überzeugt bin, dass wir ein gutes Kollektiv haben werden. Wir haben eine gute Mischung aus jungen und älteren Spielern. Aus Spielern, die über enormes Potenzial verfügen und Arrivierten wie Harry Pichler, Benjamin Sulimani oder auch Roman Wallner. Da sehe ich genug Qualität in der Mannschaft.

S/N: Wie lautet das Saisonziel?
Haas: Das werden wir rechtzeitig vor der Meisterschaft gemeinsam formulieren. Zuallererst ist es wichtig, dass der Trainer aus den Spielern eine Einheit formt. Wenn die steht, können wir weiterreden.

S/N: Ist Grödig ein Abstiegskandidat?
Haas: Natürlich wollen wir mit dem Abstieg nicht zu tun haben. Man kann immer träumen, wir können an uns selbst aber nur den Anspruch stellen, dass wir die Spieler weiterentwickeln wollen.

S/N: Aktuell stehen 19 Feldspieler plus drei Torhüter im Kader. Ist das Transferprogramm damit abgeschlossen?
Haas: Da muss ich ein wenig ausholen, denn für mich ist das eine neue Situation: Früher haben mir die Trainer immer gesagt, sie brauchen mehr Spieler. Jetzt ist es genau umgekehrt. Peter Schöttel meint, er ist zufrieden, so wie es ist. Die Antwort auf die frage lautet also: Wir können mit dem jetzigen Kader sehr gut leben. Aber wenn sich ein passender Spieler anbieten sollte, sage ich nicht Nein. Die Transferzeit ist noch lang.

S/N: Stichwort Schöttel: Er versprüht seit der ersten Trainingseinheit in Grödig extrem viel Optimismus. Wie ist Ihr Eindruck vom neuen Trainer?
Haas: Es ist unglaublich, mit wie viel Euphorie er die ganze Sache anpackt. Er hat einen riesigen Zugang zu den Spielern, die sind alle begeistert. Und auch wir beide arbeiten super zusammen.

S/N: Der SV Grödig ist in den vergangenen zwei Jahren für viele Spieler ein Sprungbrett zu größeren Vereinen gewesen. Purer Zufall?
Haas: Nein, bestimmt nicht. Wir haben in Grödig ja auch gar keine andere Wahl, als ein Ausbildungsverein zu sein. Das ist unsere Vereinsphilosophie. Wir versuchen deshalb, Leihgeschäfte so gut es geht zu vermeiden, weil die Spieler dann nie dem Verein gehören und damit auch nicht weiterverkauft werden können. Auch aus dem aktuellen Kader ist nur ein Torhüter (Alexander Schlager, Anm.) geliehen, für alle anderen haben wir eine Ablöse oder Ausbildungsentschädigung gezahlt. Dass diese Strategie bisher aufgegangen ist und wir als kleiner Verein schon die dritte Saison Bundesliga spielen, ist ein schöner Erfolg. Aber ich habe auch immer gesagt, dass ich den SV Grödig langfristig etablieren möchte.

S/N: Ihre Arbeit ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben. Gerüchte zufolge gibt es Versuche, Sie als Sportdirektor zu gewinnen.
Haas: Anfragen hat es gegeben, das will ich gar nicht abstreiten. Für mich gibt es aber nur den SV Grödig. Außerdem bin ich einer, der das nebenberuflich macht. Das Wichtigste für mich ist immer noch die Firma (A. Haas Schrott & Mettale GmbH, Anm.). Deshalb stellt sich für mich die Frage gar nicht.

Quelle: S/N