Freitag, 19. Dezember 2014

Austria Salzburg: Trainer unterm Christbaum

Seit knapp einem Monat sucht Austria Salzburg schon einen neuen Cheftrainer. Wie SALZBURG24 erfuhr, wird der neue Mann noch vor Weihnachten präsentiert.

Die Liste der Kandidaten hat sich verringert. Von zwei- auf einstellig“, erzählte Gerhard Stöger, Sportdirektor bei Austria Salzburg. Nach dem Abgang von Klaus Schmidt Ende November suchte er einen neuen Mann. Normalerweise wird zu Ostern gesucht. Bei der Austria wird pünktlich zu Weihnachten gefunden.

Mit zwei, drei Kandidaten hat es schon „sehr gut ausgeschaut“. Deshalb wollte Stöger den neuen Trainer schon am Freitag präsentieren. „Es sind aber noch Gespräche ausständig.“ Anfang nächster Woche, also noch vor Weihnachten, wird es offiziell. Namen nannte Stöger klarerweise noch keine. Um langfristig und zweigleisig (für Regionalliga und Erste Liga, Anm.) planen zu können, denkt Stöger an einen Vertrag über eineinhalb Jahre. Parallel läuft auch die Kaderplanung, in die der zukünftige Trainer natürlich eingebunden werden soll. Nicht alle der finalen Kandidaten seien laut Stöger Österreicher. Bald wissen wir mehr.

Tauschgeschäft mit Innsbruck platzte
Um den unvermeidlichen Abgang von Klaus Schmidt ein wenig erträglicher zu machen, versuchte die Austria ein Tauschgeschäft einzufädeln. Wie SALZBURG24 erfuhr, hätte Wacker-Stürmer Simon Zangerl im Tausch für Schmidt an die Salzach wechseln sollen. Der 24-Jährige kam erst im Sommer von Wattens nach Innsbruck und gilt als absoluter Goalgetter. In seiner letzten Saison im Wattens-Trikot schoss er 29 Tore in 30 Spielen. Hilft aber alles nichts, da Innsbrucks Sportdirektor Florian Klausner dem Tausch nicht zustimmte.

Meisterschaftsauftakt ist am 21. März 2015. Am 12. Jänner startet Austria Salzburg mit der Vorbereitung auf die Frühjahrssaison. Dann schon mit dem neuen Trainer.

Quelle: salzburg24.at

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Bayern-Legionär Alaba Fußballer des Jahres vor Soriano und Kampl

David Alaba ist zum vierten Mal in Serie Österreichs Fußballer des Jahres. Der Bayern Legionär gewann die von der Austria Presse Agentur unter den zehn Bundesliga-Trainern durchgeführte Wahl auf beeindruckende Art und Weise vor den beiden Salzburg-Profis Jonatan Soriano und Kevin Kampl.

In der ewigen Bestenliste liegt der Wiener nun gleichauf mit Ivica Vastic auf Platz eins.

Alaba gewinnt Trophäe viermal in Folge
Der 22-Jährige schaffte es wie schon im Vorjahr als erster Spieler seit Einführung der Wahl 1984, von allen Betreuern auf Platz eins gesetzt zu werden. Außerdem ist er der erste Kicker, der den Pokal viermal in Folge in Empfang nehmen darf.

"Riesiger Dank an die Trainer, die mich gewählt haben. Das ist natürlich etwas Besonderes für mich, ich freue mich extrem darüber", sagte Alaba, der am Ende 33 Punkte vor Soriano lag. Der ÖFB-Star gewann in diesem Jahr mit den Bayern die Meisterschaft und den Cup und scheiterte in der Champions League erst im Semifinale am späteren Titelträger Real Madrid. Derzeit steuern die Bayern souverän dem nächsten Meistertitel entgegen. Im Nationalteam stellte Alaba mit seinen Nationalteam-Kollegen die Weichen auf EURO-2016-Teilnahme, allerdings konnte er beim 1:0 im 15. November gegen Russland nicht mitwirken.

Fußballer des Jahres derzeit verletzt
Der Österreicher hatte zehn Tage davor im Champions-League-Spiel gegen die AS Roma einen Teilabriss des Innenbandes sowie eine Innenmeniskus-Verletzung im rechten Knie erlitten und musste operiert werden. Die Reha verlief bisher aber wie geplant, Alaba sollte den Bayern mit Beginn der Rückrunde Ende Jänner wieder zur Verfügung stehen.

Die Trainer der heimischen Bundesliga kamen aus dem Schwärmen für den 35-fachen Internationalen (8 Tore) gar nicht mehr heraus. "Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer, der auf höchstem Niveau Titel gewinnt und zu den Führungsspielern der Bayern zählt", sagte Salzburg Coach Adi Hütter.

Alaba "Österreichs klare Nummer eins"
Dietmar Kühbauer meinte über Alaba: "Er hat seine Qualitäten schon über einen längeren Zeitraum bei den Bayern und im Nationalteam gezeigt und entwickelt sich ständig weiter." Ähnlich äußerte sich Helgi Kolvidsson vom SC Wiener Neustadt: "Er ist Österreichs klare Nummer eins. Ein Wahnsinn, wie er als Spieler gewachsen ist."

Austria-Trainer Gerald Baumgartner fasste kurz zusammen: "Alaba ist unser internationales Aushängeschild und der Beste, den wir haben." Ausführlicher fiel die Lobeshymne von Rapid Betreuer Zoran Barisic aus. "Mittlerweile ist er ein absoluter Weltklassefußballer, der auch auf verschiedenen Positionen überragend auftritt. Er ist Schlüsselspieler bei Bayern München und hat damit maßgeblich zum Double-Gewinn in Deutschland beigetragen. Zudem ist er auch Symbol für das aufstrebende ÖFB Nationalteam", betonte Barisic.

Ried-Coach Oliver Glasner hob neben den fußballerischen Qualitäten Alabas auch dessen mentale Stärke hervor. "Es ist höchst beachtlich, wie er in jungen Jahren mit diesem Hype rund um seine Person zurechtkommt. Das so wegzustecken, zeugt von einer sehr reifen Persönlichkeit", sagte Glasner.

Pokalübergabe am 20.12. in Wien
Die Pokalübergabe findet bereits am kommenden Samstagnachmittag (17.30 Uhr) im Zuge des Coca Cola Weihnachtstruck Stopps beim Wintermarkt am Riesenradplatz im Wiener Prater statt.

Quelle: salzburg24.at

Mittwoch, 17. Dezember 2014

SV Grödig verliert Hauptsponsor Scholz

Bundesligist SV Grödig muss sich ab sofort um einen neuen Hauptsponsor umsehen. Der langjährige Partner Scholz zog sein Engagement zurück. Positives gibt es von sportlicher Seite zu berichten.

Der deutsche Konzern Scholz springt als Hauptsponsor von Bundesligist SV Grödig ab. Das verkündete Manager Christian Haas am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. „Aber Grödig wird auch in der nächsten Saison Profifußball spielen“, ist sich Haas sicher. Der deutsche Schrotthändler war sieben Jahre lang Partner des Dorfklubs. Nun stieg Toyota in den finanziell gebeutelten Konzern ein und sprach sich gegen ein Sportsponsoring aus.

Grödig sucht neuen Hauptsonsor
Im Jänner will Haas sein neues Präsidium aufstellen, das dann helfen soll einen neuen Sponsor an Board zu holen. Bis dieser gefunden wird, steht der Verein auf gesunden Beinen. „Diese Saison ist ausfinanziert und wir haben auch noch Reserven“, verkündete Haas. Bis zum Start der Spielzeit 2015/16 will Grödig einen neuen Haupt-und Namenssponsor gefunden haben. Im Jänner und April stehen noch zwei Zahlungen aus. Er sei ab sofort auf der Suche, sagte Haas und machte kein Hehl aus seinem Wunschszenario: „Ein Unternehmen aus Salzburg wäre wunderschön.“ Den Werbewert des Bundesliga Siebenten bezifferte Haas mit acht Millionen Euro.

Nutz und Huspek bleiben
Zumindest auf sportlicher Seite gibt es vorerst keine Abgänge. „Wie es aktuell aussieht, werden Stefan Nutz und Philipp Huspek in Grödig bleiben“, verkündete Grödigs Sportdirektor. Die vielversprechenden Mittelfeldspieler wurden – wie berichtet – von deutschen Zweitligisten umworben. Haas habe aber mit keinem Verein direkt verhandelt. Soll aber nicht heißen, dass das letzte Wort gesprochen wurde.

„Ich kann nicht garantieren, dass in dieser Transferperiode nichts mehr passiert.“
Christian Haas, Sportdirektor SV Grödig

Die Verträge beider Spieler laufen am Ende dieser Saison aus. Sie wären also im Sommer ablösefrei zu haben und der Verein ginge leer aus. Eine Vertragsverlängerung steht im Raum. „Wir werden im Trainingslager sicherlich Gespräche führen“, kündigte Haas an.

Quelle: salzburg24.at

Koreaner kommt, BVB will Alan

Noch vor Weihnachten hat Bundesliga-Tabellenführer Red Bull Salzburg erstmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Am Dienstag unterzeichnete der Südkoreaner Hee-Chan Hwang einen Vertrag bis 2019. Der 18-jährige Stürmer gilt als eines der größten Talente seines Landes und war bisher bei den Pohang Steelers engagiert. Er soll sich vorerst beim FC Liefering bewähren. Sportdirektor Ralf Rangnick sagte: „Ich freue mich sehr, dass er sich trotz internationaler Konkurrenz für uns entschieden hat.“

Hwang ist der erste Südkoreaner in Salzburg seit Jung-Won Seo, der 2005 vor dem Beginn der Red-Bull-Ära nach Ried wechselte. In Highlight-Videos ist Hwang vor allem als quirliger und spielstarker Einfädler im Stil von Kevin Kampl zu sehen. Der Slowene hat seinerseits mit einem tränenreichen Abgang am Sonntag die Transfer spekulationen angeheizt. Borussia Dortmund soll nun wieder um ihn buhlen und sich sogar einen „Doppelpack“ mit Stürmer Alan vorstellen können.

Somit käme Sturm-Graz-Tor jäger Marco Djuricin als Ersatz gerade recht. Wie häufig bei Personalien ist aber auch die Option Leipzig denkbar. Bei der deutschen Filiale gilt nach dem erneuten Kreuzbandriss von Ex-Rapidler Terrence Boyd der Angriff als Problemzone.

Wegen dieser Sorgen witterte man einen konzerninternen Sensationsdeal. Doch der bleibt aus: Thierry Henry, zuletzt bei Red Bull New York, erklärte am Dienstag seinen Rücktritt vom aktiven Fußball. Der 37-jährige französische Welt- und Europameister wird Experte beim TV-Sender Sky Sports in London und soll auch eine Funktion bei seinem Ex-Club Arsenal übernehmen.

Quelle: S/N

Salzburgs Tormaschine läuft mit unvermindertem Tempo

Bundesliga-Halbzeitbilanz: Wie es zu einem deutlichen Anstieg in der Zuschauerbilanz kam.

Die Flutlichter in der österreichischen Bundesliga sind für heuer zum letzten Mal ausgeschaltet worden, Fußballer und Trainer haben ihren kurzen Weihnachtsurlaub angetreten. Bevor sie um den Dreikönigstag ins Training für die Rückrunde starten, ist die große Zeit für Zwischenbilanzen. Die „Salzburger Nachrichten“ haben einige Fragen beantwortet.

Ist Red Bull Salzburg überlegener denn je?
Nein. Zwar nimmt der regierende Meister einen beruhigenden Acht Punkte Polster in die Winterpause, aber vor Jahresfrist war die Aussicht für die Konkurrenz noch trister: Damals lag Grödig schon 14 Punkte zurück, allerdings nach bereits 21 statt wie heuer 19 Runden. Bei 58 erzielten Treffern stand die Tormaschine der Bullen nach 19 Runden im vorigen Herbst, 57 Mal netzten Soriano und Co. auch heuer schon ein.

Steigt Wiener Neustadt ab?
Ja, wenn es nach dem Trend der letzten zehn Jahre geht. Acht Mal wurde das Winter-Schlusslicht die rote Laterne bis zur letzten Runde nicht mehr los. Nur Kärnten (2007/08) und Innsbruck (2012/13) kratzten noch die Kurve.

Bekommen mehr junge Österreicher eine Chance?
Insgesamt blieb mit drei Viertel (74,4 Prozent) die Gesamteinsatzzeit von Österreichern konstant hoch, im Herbst 2013 waren es mit 75,8 Prozent unwesentlich mehr. Noch vor fünf Jahren lag der Wert um gut zehn Prozent niedriger. Musterschüler sind Wiener Neustadt und Admira Wacker mit mehr als 90 Prozent. Salzburg (37 Prozent) verzichtet traditionell auf die Zuwendungen aus dem „Österreicher-Topf“. Bei der Jugendförderung profilierte sich Rapid: Ein Viertel der Einsatzzeit gab Trainer Zoran Barisic österreichischen U22-Spielern. Diese zählen doppelt für den Österreicher-Topf.

Waren die Wiener Clubs schon einmal so weit zurück?
Ja. Rapid und Austria verbrachten 2006/07 als Siebter bzw. Achter ebenso eine unruhige Weihnachtszeit wie 2001/02 als Neunter (Trainer in Hütteldorf war Lothar Matthäus) bzw. Sechster. So gesehen sind die aktuellen Ränge vier und sechs kein Grund zur Beunruhigung in der Bundeshauptstadt.

Kamen heuer mehr Zuschauer?
Jein. Zwar weist die offizielle Bundesliga-Statistik mit einem Schnitt von 6165 Besuchern im Herbst eine Steigerung von rund acht Prozent gegenüber der Vorsaison aus. Doch der Umzug von Rapid ins große Happel-Stadion sowie zwei Ausflüge des WAC nach Klagenfurt verfälschen das Bild. Vom Allzeitrekord aus der Saison 2007/08 (9284) ist die Liga im Moment jedenfalls weit entfernt.

Quelle: S/N