Das „Nachsitzen“ hat sich gelohnt – die Red Bull Juniors schlugen gestern im zweiten Teil der achten Fußball-Westliga-Runde Kufstein mit 2:0, stießen auf Platz fünf der Tabelle vor und sind damit nun die beste Salzburger Mannschaft. Und das zu Recht, denn das Auftreten der Kovac-Boys nach der Pause machte Lust auf mehr.Zunächst wurden in Liefering noch leichtfertig Bälle verschenkt und der Gegner quasi zum Kontern eingeladen. Goalie Heimann und einiges Glück verhinderten die Führung der Tiroler, doch ein Lattenschuss von Meilinger (44.) wurde zum Weckruf für die Gastgeber. Nach der Pause verlagerte sich das Geschehen immer mehr in das Hoheitsgebiet der spielfreudigen Jungbullen-Offensive, in der Adjei stets zwei Kufsteiner beschäftigte, Jonathan und Meilinger ihre Schnelligkeit ausspielten, Offenbacher, der an beiden Treffern beteiligt war, mit präzisem Passspiel glänzte und Aschauer (nun statt dem Brasilianer die Solospitze) beim 2:0 lange vermissten Killer-Instinkt zeigte. Den Bann brach aber Robert Völkl mit einem 25-Meter-Hammer ins untere Eck. Der eine oder andere der Genannten sollte sich für höhere Aufgaben empfohlen haben, nicht so Schiri Jovanovic, der bei einem klaren Rot-Foul von Kufsteins Thaler an Lainer nur die gelbe Karte zückte.
Gelb-Rot gab’s für den Bregenzer Yildiz in Seekirchen, doch auch mit zehn Mann gelang den Vorarlbergern nach einem Corner in der Nachspielzeit noch der 3:3-Ausgleich. Davor gerieten die Flachgauer, bei denen der 16- jährige Reischl sein Debüt in der Startelf feierte und Bischof zunächst nur auf der Bank saß, wieder einmal rasch ins Hintertreffen und zeigten zumindest Moral. „Aber wir schaffen es nicht, unsere Leistung über 90 Minuten zu bringen. Morgen kann ich mich über den Punkt vielleicht freuen, heute nicht“, sagte Trainer Markus Hoffmann.
Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa