Dienstag, 21. September 2010

Krisensitzung bei den Bullen +++ Mannschaft zahlt Fan-Reisen

Noch am Abend nach der Cup- Pleite von Linz hat sich Red Bulls Fußball-Chef Dietmar Beiersdorfer die Salzburger Mannschaft zur Brust genommen. „Wir haben die Situation klar angesprochen. Es war so deutlich, dass ich davon ausgehe, dass es angekommen ist“, berichtet er von der Krisensitzung im Trainingszentrum in Taxham. Trainer Huub Stevens stehe aber nicht zur Diskussion.

„Er ist ein erfahrener Trainer, er hat schon viel erlebt. Gerade in so einer Situation ist es wichtig, dass wir darauf zurückgreifen können“, stärkt Beiersdorfer wie Mateschitz dem Niederländer den Rücken. Glücklich ist er mit den zuletzt gezeigten Leistungen freilich nicht. „Wir verkaufen uns derzeit als Mannschaft deutlich unter Wert. Das muss sich sofort ändern, denn wir sind in Schwierigkeiten“, findet der Deutsche: „Wir haben schon viel Kredit verloren.“

Aufgebrachte Bullen-Fans hatten bei der Abreise aus Linz sogar den Mannschaftsbus blockiert und waren erst gewichen, nachdem sich Stevens bei ihnen für den blamablen Auftritt entschuldigt hatte. Als Wiedergutmachung übernehmen nun die Spieler die Kosten der Anhänger für die Reise nach Linz und für das morgige Liga-Spiel bei Austria Wien. Wichtiger ist für Beiersdorfer aber, dass die Spieler „begreifen, dass sie mit einer anderen Einstellung und Passion auftreten und auch einen Beitrag leisten müssen, dass die Mannschaft zusammenwächst.“

Als Hauptproblem hat nämlich auch der Fußball-Chef die Integration im Team ausgemacht. „Es ist Fakt, dass noch nicht alle zu 100 Prozent integriert sind“, verweist er auf Boghossian, Alan und Co. Aus dieser Krise müssten sich die Spieler aber vor allem selbst befreien. „Die Kraft muss aus der Mannschaft kommen.“ Die Aufgabe des Trainers sei dagegen im Wesentlichen, „die richtige Dosis aus Draufhauen und Vertrauen“ zu finden.

Quelle: SVZ