Dienstag, 23. Juni 2015

Red Bull Salzburg: Neo-Coach Zeidler legt Fokus nicht auf Champions League


Red Bull Salzburg stellte Dienstagmittag den neuen Trainer Peter Zeidler vor. Der 52-jährige Deutsche war zuvor für den FC Liefering tätig, hat die Red-Bull-Philosophie im Blut. Die Champions League sei vorerst kein Muss für die Bullen, hieß es auf der Pressekonferenz. Außerdem wurden zwei Transfers bestätigt: Aus Deutschland kommt Mittelfeldspieler Reinhold Yabo, Tormann Airton wurde aus Brasilien verpflichtet. Verteidiger Paulo Miranda soll auch noch in die Mozartstadt kommen.

Zeidler ist seit knapp drei Jahren für Red Bull tätig, feierte mit dem FC Liefering den Aufstieg in die Erste Liga und beendete die vergangene Saison auf dem zweiten Tabellenplatz. Dort war er es gewohnt, dass Leistungsträger den Verein verlassen. Zuvor hatte er unter anderem als Co-Trainer bei 1899 Hoffenheim sowie als Coach des VfR Aalen und der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg gearbeitet. Sein Vertrag bei Red Bull Salzburg läuft bis Juni 2017.

“Spieler weiterentwickeln, Titel verteidigen”
Laut Sportdirektor Christoph Freund ist der ehemalige Schullehrer Profi darin, eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. Ziele sind laut Freund “Spieler zu weiterzuentwickeln, das Mannschaftsgefüge zu stärken und die nationalen Titel zu verteidigen.” Des Weiteren soll weiter an der Defensive gearbeitet werden. Zeidler ist der erste Cheftrainer, der aus den eigenen Reihen hochgezogen wurde. “Es ist ein gutes Zeichen für den gesamten Verein, dass ein Trainer sich auch so entwickeln kann, dass er bei uns den nächsten Schritt machen kann”, meinte Freund. Wichtigstes Kriterium sei die Übereinstimmung mit der Clubphilosophie gewesen. “Wir haben uns mit einem sehr kleinen Kreis an Kandidaten beschäftigt”, so Freund.

Fokus vorerst nicht auf Champions League
Das internationale Geschäft rückt damit in den Hintergrund. “Wir sollten nicht zu sehr dieses Thema Champions League thematisieren”, ergänzte Zeidler. “Viele Junge träumen davon, auch Trainer.” Für ihn stünde aber die tägliche Arbeit auf dem Platz im Vordergrund. “Wir werden fleißig trainieren. Wir werden gut und mit viel Freude zusammenarbeiten, dann wird es laufen.” Er freue sich darauf, jeden einzelnen Spieler kennenzulernen: “Wir haben uns intern ausgetauscht, es wurde viel Vorarbeit geleistet. Ich bin mit den Spielern sehr zufrieden, wir haben einen tollen Kader.” Dennoch wurden am Rande der Pressekonferenz zwei fixe Transfers vorgestellt.

Red Bull Salzburg fixiert zwei Transfers
Der deutsche Mittelfeldspieler Reinhold Yabo (23) kommt ablösefrei vom deutschen Zweitligisten Karlsruher SC, Torhüter Airton (21) vom unterklassigen brasilianischen Club Juventude. Yabo hätte in der abgelaufenen Saison mit dem KSC beinahe den Aufstieg in die deutsche Bundesliga geschafft, scheiterte erst in der Relegation am Hamburger SV. Laut Freund waren auch zahlreiche deutsche Erstligisten am zentralen Mittelfeldmann interessiert. Auch in Torhüter Airton sieht Freund “sehr großes Potenzial”. Der 21-Jährige ist für den Kader der ersten Mannschaft vorgesehen.

Kommt noch ein gestandener Verteidiger?
Demnächst könnte dem Goalie ein profilierterer Landsmann folgen. Der Transfer von Innenverteidiger Paulo Miranda (26) vom Top-Club FC Sao Paulo, bereits 2013 ein Thema, steht bevor. “Den Namen kennen wir schon länger. Die Gespräche sind weit fortgeschritten, aber es gibt noch keinen Abschluss”, so Freund abschließend.

Erste Leistungstests finden am Donnerstag und Freitag statt, das erste Mannschaftstraining wird Zeidler am Samstag im Leistungszentrum Thalgau leiten.

Quelle: salzburg24.at