Montag, 27. April 2015

Saison-Aus für Abwehrchef


Austria Salzburgs Routinier Raphael Reifeltshammer muss mit einem Nierenriss im Spital bleiben. Beinahe hätte sein Zusammenprall aber sogar den violetten Traum vom Aufstieg überschattet.

Die 71. Spielminute beim Westliga-Derby Seekirchen gegen Austria Salzburg, sie hätte Folgen haben können, mit denen selbst der lang ersehnte Aufstieg der Violetten zur Randnotiz verkommen wäre. Zwar war Raphael Reifeltshammer nach seinem Zusammenprall mit Torhüter Stefan Ebner lang selbst nicht bewusst, was die Bauchschmerzen bedeuten würden. Spätestens am Abend aber, als im Landeskrankenhaus ein Nierenriss und starke innere Blutungen diagnostiziert wurden, wurde klar, wie ernst die Situation ist.

Und trotzdem spricht der Abwehrchef von Glück im Unglück: "Ich bin noch allein mit dem Auto nach Salzburg gefahren. Wenn nicht zufällig meine Familie auf Besuch hier gewesen wäre, dann hätte ich mich wahrscheinlich einfach zu Hause niedergelegt." Zum Glück aber ging es statt auf die Couch mit seinen eltern direkt ins Spital, wo die Ärzte Sofortnaßnahmen einleiteten. Seit dem 28-Jährigen die Tragweite der Verletzung bewusst ist, kann er freilich die rund sechswöchige Pause besser verschmerzen. "Es sieht sehr gut aus, dass die Niere nicht operativ entfernt werden muss und dass ich wieder zu hundert Prozent fit werde", erklärt Reifeltshammer, der vorerst einmal komplette Bettruhe verordnet bekam.

Reifeltshammer hat auch keine Bedenken, dass die Mannschaft ohne ihn sowie dem ebenfalls bis Saisonende fehlenden Goalgetter Andreas Bammer auf dem sieben Spiele dauernden Endspurt zum Meistertitel noch ins Stolpern kommt. "Klar ist es für uns bitter, aber die Mannschaft ist mittlerweileso gefestigt, dass jetzt einfach andere in die Bresche springen und den Titel für uns heimbringen werden." So wird ihn der wiedergenesene Felix Huspek ersetzen, für Tore soll Stürmer Lukas Katnik sorgen.

Bevor es für die Austria am Samstag in Maxglan gegen Kufstein ernst wird, der Sechs Punkte Polster auf Wattens zumindest gehalten und damit sportlich ein weiterer Schritt Richtung Aufstieg gemacht werden soll, entscheidet bereits am Donnerstag die Bundesliga, ob die Violetten reif für den Profifussball sind. Man ist überzeugt, dass wie die personellen Sorgen auch die Lizenz nicht zum Stolperstein wird. "Wir warten gespannt auf das Fax von der Bundesliga und sind sehr zuversichtlich, dass wir grünes Licht bekommen. Wenn, dann können es nur Kleinigkeiten sein, die noch zu erledigen sind", sagt Sportchef Gerhard Stöger. "Da geht dann auch ein zusätzlicher Ruck durch die Mannschaft", ergänzt Reifeltshammer.

Quelle: S/N