Der SV Grödig bleibt gegen die Wiener Austria weiter ungeschlagen. Am Samstagabend trennten sich die beiden Tabellennachbarn im Das.Goldberg-Stadion mit 1:1. Damit konnten die Flachgauer den Abstand auf den Tabellenletzten Admira auf neun Punkte ausbauen.
Salzburg scheint für die Wiener Austria unter Neo-Trainer Andreas Ogris kein gutes Pflaster zu sein. Nach dem 3:1 gegen Red Bull Salzburg reichte es am Samstag in Das.Goldberg-Stadion gegen den SV Grödig nur für ein 1:1. Die Wiener Austria führte zwar durch Marko Kvasina (15.), kassierte aber durch Stefan Nutz den Ausgleich (56.). Grödig liegt nun mit 31 Punkten auf Rang acht, drei Punkte hinter der Austria. Beide Teams stehen allerdings im Cup-Halbfinale und haben auf diesem Weg noch Chancen auf das internationale Geschäft.
Baur kann mit Punkt leben
Grödig-Trainer Michael Baur konnte mit dem Unentschieden relativ gut leben, auch wenn er der einen oder anderen verpassten Chance in der zweiten Halbzeit nachtrauerte. „Leider haben wir bei ein zwei Aktionen kein Glück gehabt, das 1:1 geht aber in Ordnung“. Zufrieden war der Tiroler besonders mit der zweiten Halbzeit, in der die Grödiger das Spiel klar dominiert hatten. „Die Wechsel zur Pause haben viel Schwung gebracht. Das wichtigste ist, dass ich erneut eine intakte Mannschaft gesehen habe“.
Über 1.600 Zuschauer in Grödig
Als Solostürmer im auf Sicherheit bedachten 5-4-1-System der Wiener setzte Austria-Legende Ogris auf Kvasina. Der 18-Jährige, der schon im Cup-Viertelfinale in Kapfenberg (2:0) getroffen hatte, verwertete auch die einzige Großchance der Austria. Nach einer Flanke von David De Paula servierte ihm Marco Meilinger den Ball per Kopf. Die Grödig-Abwehr leistete sich dabei ein kollektives Nickerchen.
Die Austria überließ Grödig in weiterer Folge das Spiel, zog sich vor 1.625 Zuschauern – Grödigs Rekordbesuch in diesem Frühjahr – immer weiter zurück. Die beste Ausgleichschance vor der Pause fand Speerspitze Bernd Gschweidl vor. Dessen abgefälschten Schuss parierte Hadzikic bei seiner ersten Bewährungsprobe aber glänzend (25.).
Grödig straft Austria für passives Spiel ab
Grödig investiert nach Seitenwechsel noch mehr und bestrafte die Austria für ihre Passivität. Nutz traf erst die Latte (55.). Durch eine abgefälschte Flanke von Philipp Huspek, die Hadzikic nicht mehr über die Latte drehen konnte, kam der Ball aber zu ihm zurück. Nutz, der wie Huspek im Sommer zu Austrias Stadtrivalen Rapid wechselt, erzielte sein fünftes Saisontor.
Austria Wien in Grödig weiter sieglos
Huspek hatte sogar den Siegestreffer auf dem Fuß, Thomas Salamon lenkte seinen Schuss aber am Tor vorbei (79.). Die Austria hatte offensiv wenig anzubieten, fand keine zwingende Gelegenheit mehr vor. Den Wienern gelang damit auch in ihrem vierten Bundesliga-Auftritt in Grödig kein Sieg. Ogris versuchte sich als vierter Austria-Trainer erfolglos daran.
Auswärts ist die Austria bereits seit sieben Ligaspielen sieglos. In den jüngsten sieben Runden gelang den Violetten nur ein Sieg – Anfang März im Derby gegen Rapid (2:1). Die Grödiger vergrößerten ihr Polster auf Schlusslicht Admira im Kampf um den Klassenerhalt auf neun Punkte. Im direkten Duell war den Salzburgern vergangene Woche mit einem 3:2-Sieg ein Befreiungsschlag gelungen.
Quelle: salzburg24.at
