Dienstag, 24. März 2015

Team-Einsatz nach "Strafversetzung"

Mit dem U-19-Nationalteam treffen Stefan Peric und Daniel Ripic Donnerstag in der EM-Qualifikation auf Schottland. Eine Auszeit vom Alltag, die beide auch gut gebrauchen können: Immerhin haben die Youngsters daheim in Salzburg keinen leichten Stand.

Während sie im Herbst noch mit Red Bull Farmteam Liefering trainieren durften und zu Kurzeinsätzen in der Ersten Liga kamen, finden sie sich aktuell in der U-18 wieder.

Was allerdings nicht wirklich sportliche Gründe hat, sondern eine Art "Strafversetzung" nach einem Disput zwischen den Spielern, ihrem Manager Roman Grill und dem Verein ist. Angefangen hat alles damit, dass Red Bull die Eigenbauspieler bis Saisonende bei Liefering unter Vertrag nehmen wollte. Weil der eigenständig geführte Verein neben Red Bull Kooperationsspielern - zu denen auch Peric und Ripic damals zählten - für die Lizenz 20 Vertragsspieler benötigte. "Wir haben schon im Sommer Gespräche mit dem Manager geführt und auf eine gewisse Kooperationsbereitschaft gehofft. Es hätte keinen sportlichen und finanziellen Nachteil gegeben", will Geschäftsführer Jochen Sauer die Anschuldigungen, der Klub hätte die Sportler erpresst, nicht stehen lassen.

Er erklärt: "Der einzige Unterschied wäre gewesen, dass sie als Liefering-Spieler nicht zu Red Bull in der Bundesliga zum Einsatz hätten kommen können, wofür es in unseren Augen noch nicht reicht. Wir wollten ihnen nichts Böses."

Ripic und Peric, deren Väter beim Verein angestellt sind, sehen es freilich anders, stimmten auf Anraten ihres Managers nicht zu. Und verbauten sich die Chance, weiter im Kader des Erstligisten zu stehen. Im Juni läuft der Vertrag aus, bis dahin müssen beide mit der U-18 trainieren. Umso wichtiger ist es, sich im Nationalteam nun in die Auslage zu spielen.

Quelle: Kronen Zeitung