Freitag, 25. Mai 2012

Duell der „Spielgemeischaft“ +++ Vujic kämpft um Schützenkrone

Mit einer Doppelrunde wird ab heute die Fußball-Westliga-Saison 2011/12 abgeschlossen – der letzte Spieltag findet am Pfingstmontag statt. Eine Ausnahme sind die Red Bull Juniors, die ihre Partie in Kufstein vorgezogen hatten und damit schon heute Abend mit dem Heimspiel gegen Anif Trainer Peter Hyballa Richtung Graz verabschieden.

Doch nicht nur deshalb ist die Partie gegen den Kooperationspartner eine ganz besondere. Schon in der nächsten Saison wird es dieses Duell nicht mehr geben, sondern stattdessen die „SG UFC Anif/Red Bull“ in der dritthöchsten Spielklasse auflaufen. Diese Spielgemeinschaft wird de facto der bisherige Anifer Verein sein und dementsprechend auch dort spielen – die Bezeichnung USK musste aus rechtlichen Gründen vorerst geändert werden. Das Aufstiegsrecht geht an einen neuen, auf dem Papier eigenständigen und noch namenlosen Red-Bull-Verein (Arbeitstitel: „FC Kapitän“).
    
Seelenbacher will abtreten
Die Aufregung um dieses Konstrukt kann Anifs Obmann Heinz Seelenbacher nicht nachvollziehen. „Den Plan gibt es schon seit dem Vorjahr. Nur jetzt haben wir die nötigen Genehmigungen von Bundesliga, ÖFB und SFV, daher ist der Zeitpunkt der Umsetzung gekommen.“ Anifs Vereinsmitglieder hatten ihre Zustimmung schon bei der außerordentlichen Generalversammlung im Dezember erteilt. Seelenbacher selbst dürfte der neuen SG nur noch als neutraler Fan die Daumen drücken: „Ich befinde mich am Ende meiner Funktionärstätigkeit. In den nächsten eineinhalb Monaten haben wir noch viel Arbeit, aber dann möchte ich einen gut aufgestellten Verein übergeben.“ Dieser ist seit heuer übrigens schuldenfrei.
    
Wattens kann Sack zumachen
Sportlich wird man den Dingen im Derby ihren Lauf lassen – wie im Vorjahr, als die Jungbullen dem USK mit einem 3:0 die letzte Aufstiegschance nahmen. Diesmal dürfte Wattens keine Hilfe benötigen und den Sack im Auswärtsspiel bei den Wacker Innsbruck Amateuren zumachen. Für Seelenbacher kein Beinbruch: „Wenn sie es geschafft haben, werde ich auf jeden Fall anrufen und gratulieren...“
   
Im zweiten Lokalduell des vorletzten Spieltags empfängt die Austria den TSV Neumarkt. Im Herbst feierten die Violetten auswärts einen 6:1-Erfolg – Marko Vujic erzielte damals vier Tore und sollte im Kampf um die Schützenkrone auch diesmal treffen. Doch auch für Gäste-Stürmer Christoph Hübl wird das Match ein spezielles, trifft er doch mit seinem derzeitigen auf seinen zukünftigen Verein.
    
Seekirchen feiert 300er-JubiläumAuf jeden Fall Grund zum Feiern wird Seekirchen haben, unabhängig vom Ausgang der Partien gegen Dornbirn (daheim) und Bregenz (auswärts). Denn das Montagsspiel ist das 300. des SVS in Serie in der Westliga. Es könnte freilich auch das vorerst letzte werden, fix wissen wird man das allerdings erst in einigen Wochen.
   
Den drohenden Rückfall der Wallersee-Elf auf den letzten Platz kann Saalfelden mit einem Sieg in Hall verhindern. St. Johann empfängt Bregenz.
  
Quelle: SVZ