Mittwoch, 7. März 2012

Hinteregger vorm Derby zu den Juniors verbannt

Greift Ricardo Moniz bei den Bullen endlich hart durch? Nach Gonzalo Zarate hat der Trainer nun auch Martin Hinteregger aus disziplinären Gründen zu den Juniors abgeschoben, weshalb der Verteidiger heute in Innsbruck fehlen werden.
       
Was ist nur los im Bullen-Stall? Nachdem Ricardo Moniz bislang seinen Kickern fast alles verziehen und ihnen auch bei schwersten Patzern demonstrativ den Rücken gestärkt hatte, da er die „mental Gebrochenen nicht fallen lassen“ und sie „wieder fürs nächste Match aufbauen“ wollte, hat er nun mit Martin Hinteregger den zweiten Spieler binnen einer Woche „zum Nachdenken“ zu den Juniors geschickt. Während die Maßnahme bei Gonzalo Zarate längst überfällig gewesen und der verweigerte Handshake mit dem Trainer nur als Symptom für tieferliegende Probleme erschienen war, trifft der Bannstrahl nun mit dem Youngster einen der wenigen konstanten Leistungsträger im Kader.
    
Warum der 19-Jährige bei ihm nun unmittelbar vor dem Westderby in Ungnade gefallen ist, wollte Moniz nicht preisgeben. Es habe mit ihm jedenfalls zum ersten Mal Probleme gegeben. „Ich muss Spieler weiterentwickeln. Da gehört ab und zu eine disziplinäre Maßnahme dazu. Er hat Fehler gemacht, die machen wir aber alle“, erklärt der Coach. Die Tür für eine Rückkehr stehe offen. „Martin ist ein junger Profi. Das sind Lernmomente. Es liegt an ihm. Ich glaube nach wie vor an ihn“, betont Moniz, der zumindest Gonzalo Zarate schon nach wenigen Tagen vergeben hatte.
     
Neben Hinteregger fehlt heute in Innsbruck weiterhin Christoph Leitgeb, der aber am Samstag gegen Rapid sein Comeback geben könnte. Die zuletzt kranken Simon Cziommer, Petri Pasanen und Dusan Svento sind zumindest fraglich. Trotz der angespannten Lage ist ein Sieg im heutigen Westderby Pflicht.
    
„Wir waren oft in solchen Situationen und sind wieder aufgestanden. Wir versuchen alles, um den Anschluss zu halten. Wenn wir gewinnen, schaut es in der Tabelle nicht so schlecht aus“, meint Franky Schiemer, der als Kapitän auflaufen könnte.
    
Für Wacker-Coach Walter Kogler ist die Ausgangslage trotz aller Probleme bei den Bullen klar. „Fakt ist, dass Salzburg überall Favorit sein muss, egal welche Rahmenbedingungen es gibt“, erläutert der Trainer, dem heute neben Marco Köfler und Thomas Löffler auch Ex Salzburg-Keeper Szabolcs Safar fehlen dürfte.
  
Quelle: SVZ / Foto: epa