Mit Salzburg und Ried treffen heute in der Bundesliga zwei Gewinner des ÖFB-Cup-Achtelfinales aufeinander. Während die Innviertler ihren Sieg über Rapid kräftig bejubelten, herrschte bei den Fußball-Bullen trotz des Aufstiegs Katerstimmung.
Zu einfalls- und lustlos hatten sich die Salzburger bei ihrem 2:1-Heimsieg gegen den LASK über weite Strecken präsentiert. „Wir haben fußballerisch nicht die richtige Lösung gefunden und konnten den Gegner nicht laufen lassen“, war auch Ricardo Moniz enttäuscht, der bei seinen Mannen weiterhin grundlegende Mängel sieht. „Die nötige Ruhe am Ball, um von hinten das Spiel zu dominieren, die fehlt uns. 80 Prozent können leider nicht mit Wiederstand umgehen“, analysiert der Bullen-Coach, der deshalb das Cup-Match auch als bisher „wichtigstes Spiel der Saison“ bezeichnet, „weil wir mental zurückgekommen sind“.
Und der Kopf ist für Moniz bei den meisten Bullen momentan die größte Baustelle. Nicht jedoch bei Stefan Maierhofer, dessen Kopfballstärke nur ein Grund für seine Verpflichtung war. „Mit ihm haben wir auch Charakter eingekauft“, erklärt der Niederländer, an den individuellen „technischen und taktischen Mängeln“ müsse er jedoch noch arbeiten. Das sieht auch der „Lange“ ein. „Ich weiß, wo meine Defizite und Qualitäten liegen, und für mich ist es wichtig, dass ich mich auch als Spieler weiterentwickle“, erläutert Maierhofer, der heute mit einer besonderen Motivation aufwartet.
„Meine Freundin und meine Mama kommen zum Spiel und da ist im Auto auch Platz für eine Bananenschnitte“, verrät der Stürmer, der das Naschwerk als „Lohn für nach dem Spiel“ mit in die Kabine nehmen will. „Aber wenn wir nicht gewinnen, gibt’s auch nichts, dann kriegt wohl alles unser Zeugwart Heli.“ Die Chancen, dass Maierhofer gegen Ried wieder zum Einsatz kommt, stehen auch deshalb gut, weil neben Alan und Leitgeb auch Leonardo wegen Knieproblemen nicht einsatzfähig sind. „Das sind drei Schlüsselspieler, die nicht so leicht zu ersetzen sind“, betont Moniz, der in dieser Hinsicht auch den Gegner lobt. „Wie Ried die Abgänge von Glasner, Mader und Royer abgefangen hat, das spricht für Gludovatz und eine Riesenqualität“, so der Bullen-Coach, der dabei die Leistung Salzburg-Leihgabe Marco Meilinger nicht zu sehr herausstreichen will: „Ich bin froh für ihn, aber er muss noch sehr lange etwas leisten.“
Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa
