Donnerstag, 13. Oktober 2011

Kicker mit Zukunft

40 Trainer und Betreuer kümmern sich im LAZ um Salzburgs talentierteste Nachwuchsfußballer.

SDie fußballerische Ausbildung in Österreich wird gelobt und getadelt. Völlig zu Unrecht, wie Robert Brandner findet. Der 46-jährige A-Lizenz-Trainer ist Standortleiter im Landesausbildungszentrum Seekirchen, kurz LAZ, und ist überzeugt von der Notwendigkeit eines professionellen Trainings. Gemeinsam mit Ernst Lottermoser am Standort Bischofshofen und Sebastian Schwab in Saalfelden coacht Brandner Salzburgs besten Fußballnachwuchs im Alter zwischen zehn und 14 Jahren. Nicht weniger als 40 ausgebildete Betreuer stehen dafür zur Verfügung. Vier Mal pro Woche und eineinhalb Stunden täglich wird trainiert, Meisterschaft gespielt wird am Wochenende bei den Heimatvereinen.
 
Wilfried Ulamec hatte die Landesausbildungszentren in Salzburg vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Österreichweit gibt es insgesamt 29 solcher Einrichtungen, die vom jeweiligen Landesverband betrieben werden. Das Salzburger LAZ darf sich neuerdings über die Unterstützung eines Sponsors freuen. Die „Salzburger Nachrichten“ haben den Fußballnachwuchs mit Trainingsutensilien ausgestattet.

Brandner wünscht sich nun nur noch eine größere Akzeptanz der Vereine. „Das LAZ hat schon seinen Sinn, die Kinder werden hier top ausgebildet. Ein Verein kann diese Trainingsqualität nicht bieten“, sagt Brandner, der klarstellt: „Wir nehmen den Vereinen die Spieler nicht weg, sondern helfen in ihrer Entwicklung.“

Dazu stehen neben Fußballtrainern sogar Physiotherapeuten zur Verfügung. Seit Kurzem gibt es auch eine Zusammenarbeit mit dem Fachverband für Turnen, ein Koordinationstrainer soll die Beweglichkeit fördern. „Denn der erfolgreiche Fußballer der Zukunft ist ein dynamischer, schneller und technisch versierter Spieler“, erklärt Robert Brandner. Spieler wie der 13-jährige Denis Jovic vom USK Obertrum, der zwölfjährige Thomas Gastager vom SV Seekirchen oder der zwölfjährige Leon Kovacevic von Austria Salzburg bringen diese Voraussetzungen mit.

Ihr Ziel ist dasselbe wie von jedem anderen LAZ-Kicker – die Aufnahme in eine Fußballakademie, bevorzugt freilich in jene von Red Bull Salzburg. Auch zwei Mädchen haben vom LAZ bereits den Sprung in das Zentrum für Frauenfußball nach St. Pölten geschafft.

Quelle: Salzburger Nachrichten / Foto: Manfred Laux