Anifs Fußballer haben am Wochenende die Tabellenführung in der Regionalliga West eingebüßt. Nachdem die Flachgauer selbst am Samstag in Hard mit 1:3 verloren hatten, kam Wattens gestern zu einem schmeichelhaften 1:0-Sieg bei Austria Salzburg und übernahm damit wieder die Spitze.
Schon vor dem Goldtor der Tiroler nach einer Ecke (32.) hatten Vujic (Querlatte) und Patrick Mayer Riesenchancen der Veilchen vergeben. Die zweite Halbzeit verbrachten die Austrianer fast ausschließlich in der Wattener Hälfte, Zählbares sprang dabei aber nicht heraus.
Die Anifer selbst gingen praktisch mit einem 0:2 in die Partie in Hard, denn bei diesem Stand wachten die Gäste nach einer Viertelstunde auf und spielten in den restlichen 75 Minuten auf ein Tor. Doch ein Friedl-Schuss ging nur an die Stange (24.), einmal rettete ein Vorarlberger auf der Linie und allein Ozegovic vergab dreimal allein vor dem gegnerischen Torhüter. „Das war nicht nur Pech, sondern auch Unvermögen“, komentierte Trainer Thomas Hofer die vernebelten Hochkaräter seiner Truppe.
Mit wesentlich weniger Möglichkeiten kam Saalfelden bei den Red Bull Juniors zu einem überraschenden 3:3-Remis – damit ist die Serie der Städter nach sieben Siegen en suite gerissen. Die ganz große Freude wollte bei den Pinzgauern aber dennoch nicht aufkommen, denn erst in der Schlussminute markierte Handle nach tollem Pamminger-Lochpass den Ausgleich für die Heimischen. „Bis dahin haben wir eigentlich alles richtig gemacht“, fand der Coach des Aufsteigers, Hannes Rottenspacher. Seine Elf profitierte allerdings auch von einem Ramalho-Eigentor, einem umstrittenen Elferpfiff des bayrischen Schiedsrichters und der personellen Schwächung der Jungbullen: Der zuletzt bärenstarke Adjei spielte in der Bundesliga, Offenbacher und Krenn waren krank und Djuric und Hölzl verletzt. „Der Ausgleich war mehr als verdient – aber am Ende müssen wir über den einen Punkt froh sein“, resümierte Juniors-Trainer Gerald Baumgartner.
Neben den Juniors verpasste auch Dornbirn die Chance, zum Spitzenduo aufzuschließen. Neumarkt schickte Thiago & Co. mit einer 0:3-Packung nach Hause. Bereits in der ersten Hälfte waren die Flachgauer klar stärker, nach der Pause klappte es dann auch mit den Toren: Hübl traf nach Foul an Onisiwo vom Elferpunkt, sein Sturmpartner legte nur eine Minute später Treffer Nummer zwei selbst nach. „Und die Dornbirner hatten in der 77. Minute ihre erste und einzige Chance“, brachte TSV-Trainer Hans Hajek die Überlegenheit seiner Mannschaft beim wohl stärksten Auftritt der Saison auf den Punkt
Quelle: SVZ / Foto: Krug
