Montag, 17. Oktober 2011

1:1-Remis in Westderby hat auch positive Seiten



Die Torte und die Blumen, die Niko Kovac vor dem Bundesliga-Spiel gegen Wacker Innsbruck erhalten hatte, hätte er nach dem Schlusspfiff gerne gegen zwei Punkte eingetauscht. Kamen doch seine Fußball Bullen nicht über ein 1:1 hinaus.
   
Seinen 40. Geburtstag hätte der Co-Trainer der Salzburger am Samstag lieber mit einem Sieg und einem Sprung an die Tabellenspitze gekrönt. Und zu Beginn sah es auch ganz gut aus. Die Bullen machten Druck und kamen zu guten Möglichkeiten, die Zarate (4., 7., 14.) und Wallner, der allein vor Safar scheiterte (7.), vergaben. Ein Freistoß von Merino stellte den Spielverlauf dann jedoch auf den Kopf: Der Spanier netzte an der Mauer vorbei zur 1:0-Führung der Innsbrucker ein, sehr zum Entsetzen von Eddie Gustafsson: „Das ist schon meine Ecke, ich habe jedoch nichts gesehen. Man kann aber nicht sagen, das war die Mauer. Ich muss den Ball halten“, versuchte der Kapitän nach dem Spiel den Treffer und auch weitere Unsicherheiten wie bei einem an sich harmlosen Fernschuss, den er durch die Hände an die Querlatte rutschen ließ (60.), zu erklären. „Vielleicht war das mein schlechtestes Spiel, seit ich hier bin. Es läuft nicht hundertprozentig – ich weiß nicht, warum. Ich war zwar sehr konzentriert heute, aber ich wollte vielleicht zu viel“, grübelte der Schwede, dessen Torsperre im eigenen Stadion nach 419 Minuten beendet war.
   
Dass sich die Tiroler nur acht Minuten lang über die Führung freuen konnten, war Roman Wallner zu verdanken, der sich für seine Aufstellung in der Startelf mit einem Super-Solo bedankte, das er mit einem Schuss ins Kreuzeck spektakulär zum 1:1 abschloss.
  
Dass kurz nach der Pause Innsbrucks Svejnohas nach Attacke an Svento „zu Recht“ (so selbst Wacker-Trainer Walter Kogler) mit Rot vom Platz flog, brachte keine weitere Ruhe ins Salzburger Spiel: Wernitznig vergab die Riesenchance auf die Tiroler Führung (66.), auf der anderen Seite brachten die eingewechselten Cziommer (75.) und Maierhofer (85.) den Ball vom Fünfer nicht ins Tor. „Wir haben gegen zehn Mann nicht die Ruhe, um den freien Mann zu finden. Wir sind noch nicht so weit, ein Spiel zu dominierent“, ärgerte sich Ricardo Moniz, nicht ohne auch positive Punkte aufzuzählen: „Es war ein unterhaltsames Spiel mit einem wunderschönen Tor von Wallner, und auch das Debüt von Adjei war positiv.“
   
Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa