Samstag, 24. September 2011

Ungewisse Zukunft für Leo Götsch

Die 0:3-Strafverifizierung des SAK-Spiels, bei dem Puch einen Spieler einsetzte, der fälschlicherweise nicht auf dem Spielbericht vermerkt war, fühlt sich für Trainer Leo Götsch wie ein Schlag ins Gesicht an. „Nach dieser Entscheidung habe ich jegliches Vertrauen in unser Rechtssystem verloren. Mein Team gewinnt sportlich 1:0 und wird für

einen Formalfehler bestraft“, sagt der von der Entscheidung des Salzburger Fußballverbands schwer enttäuschte Trainer. Das Entsetzen reichte so weit, dass Götsch den Verantwortlichen des FC Puch seinen sofortigen Rücktritt anbot. „So wie im Moment die Funktionäre und Unparteiischen des Verbands mit uns umspringen, macht Fußball keinen Spaß mehr“, meint Götsch. Der 50-Jährige konnte für die Samstagspartie bei Altenmarkt (15 Uhr) von Sektionsleiter Peter Weidisch und dem Sportlichen Leiter Gerhard Schnöll zum Weitermachen überredet werden. Seine Zukunft lässt der enthusiastische Trainer aber offen. „Ob ich mich nach all diesen Entscheidungen noch ausreichend motivieren kann, bleibt abzuwarten. Irgendetwas ist in mir gebrochen“, sagt Götsch und spielt auf zahlreiche Vorfälle aus der Vergangenheit an, bei denen er und sein Team sich ungerecht behandelt fühlten.

Um die Zukunft von Puch macht er sich dennoch keine Sorgen. „Sollte ich gehen, hat der Verein mit Co-Trainer Tiefenbacher einen ausgezeichneten Ersatz. Wir kommen wieder nach oben.“hrib

Quelle: Salzburger Nachrichten / Foto: SN/Krug