Donnerstag, 22. September 2011

Juniors kicken Mattersburg aus dem Cup +++ 4:0 für Bullen – Kapfenberger blamiert

Zwei Bundesligisten haben gestern die 2. Runde des österreichischen Fußball-Cups nicht überlebt. Die Red Bull Juniors warfen den Liga-Vorletzten Mattersburg im Elfmeterschießen aus dem Bewerb, Reichenau/Innsbruck fertigte Schlusslicht Kapfenberg bereits in der Verlängerung mit 2:1 ab. Von den übrigen Bundesligisten feierten Tabellenführer Red Bull Salzburg (beim SAK Klagenfurt) und Meister Sturm Graz (in Weiz) mit 4:0-Erfolgen die höchsten Siege. Rapid (4:1 in Bad Vöslau), Austria Wien (3:1 in Allerheiligen) und Innsbruck (3:0 in St. Margarethen) hatten ebenfalls wenig Mühe, sich ihr Achtelfinalticket zu sichern.
 
Ricardo Moniz ließ in Klagenfurt Mannschaftsstützen wie Eddie Gustafsson, Franky Schiemer, Dusan Svento und Leonardo vorerst auf der Bank und durfte sich nach nicht einmal einer Viertelstunde über die 1:0-Führung freuen. Lindgren köpfte nach einem Jantscher-Freistoß aus kurzer Distanz ein. Der Treffer sorgte bei den Bullen jedoch nicht nicht für mehr Gelassenheit und Sicherheit, sondern weckten die Hausherren auf, während die Salzburger zunehmend fehlerhaft agierten. Erst nach der Pause lief der Motor der Moniz-Elf wieder auf Hochtouren: Svento (60.) und Wallner (69., 71.) sorgten innerhalb von nur 13 Minuten für einen ungefährdeten Sieg.
 
Um einiges heißer ging es da gestern schon in der Red Bull Arena zu, in der die Juniors den Bundesligisten Mattersburg von Beginn an forderten und ab der 21. Minute sogar überraschend mit 1:0 führten. Savic hatte Malic ausgetanzt, Red-Bull-Brasil-Boy Felix Adjei den Stanglpass verwandelt. Die spielerisch matten Burgenländer versuchten ihr Glück mehrmals mit hohen Bällen auf Patrick Bürger, kamen aber zu keinen nennenswerten Möglichkeiten.
 
Erst in der zweiten Hälfte, in der Mattersburg das Heft doch in die Hand nahm, glückte einer dieser Versuche: Bürger setzte eine Spuller-Flanke per Kopf zum Ausgleich ins Tor (62.). Zuvor war freilich Alleoni mit einer „Hundertprozentigen“ an Goalie Borenitsch gescheitert. Weil Ivan Parlov wenig später nur das Lattenkreuz traf (70.), musste die Elf von Franz Lederer, die ab der 85. Minute nach Gelb-Rot für Röcher (wiederholtes Foulspiel) mit zehn Mann spielte, in die Verlängerung.
 
Dort sah mit Alexander Pöllhuber kurz vor dem Ende der ersten Hälfte ein zweiter Mattersburger Gelb-Rot, wenig später hätte es auch für Bürger nach einem derben Foul die Ampelkarte geben müssen. Schließlich fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen, in dem Salzburg-Keeper Niclas Heimann zum Matchwinner avancierte. Der Deutsche parierte Schüsse von Stefan Ilsanker und Nedeljko Malic und machte so einen Fehlversuch seines Teamkollegen Daniel Offenbacher vergessen. „Eine unglaubliche Leistung meiner U19 Mannschaft. Taktisch unheimlich diszipliniert, spielerisch stark“, freute sich Juniors-Coach Gerald Baumgartner: „Wir haben als bessere Mannschaft ein Bundesliga-Team ausgeschaltet. Das macht mich sehr stolz. Zumal auch kein Klassenunterschied bemerkbar war. Und: Wir haben den großen roten Bullen auf dem Weg zu einem möglichen Cupsieg einen Gegner aus dem Weg geräumt.“
 
Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa