Eigentlich ist der ÖFBCup ja der ertragreichste Fußball Bewerb Österreichs. Mit nur sechs Siegen in Serie (ohne etwaige Qualifikation) kann sich hier jeder Verein ein Ticket für die Europa League sichern. Umso erstaunlicher ist es, dass die Salzburger Fußball Bullen hier seit der Neugründung stets vorzeitig und oft mit blamablen Leistungen ausgeschieden sind. Am besten lief es noch in der zweiten Saison unter neuem Namen, als 2006/07 sowohl das Bundesliga als auch das Amateur-Team erst im Halbfinale die Segel streichen mussten. Letztes Jahr überstand dagegen beide Mannschaften nur je eine Runde, ehe sie sich gegen Blau-Weiß Linz und Höchst erneut frühzeitig aus dem Pokal-Bewerb verabschiedeten.
Diese bislang so blamable Bilanz will Ricardo Moniz gleich in seiner ersten vollen Saison als Bullen-Coach mit dem ersten Titelgewinn aufgemöbeln. „Wir haben unsere Ziele klar definiert, und dazu gehört der Pokalsieg“, versicherte der Niederländer vor der Abreise nach Klagenfurt, wo seine Bundesliga-Mannschaft heute (16.15 Uhr) gegen den Regionalliga-Mitte-Klub SAK den Einzug ins Achtelfinale fixieren soll. Dabei fiebert Stefan Hierländer dem Match besonders entgegen. „Ich habe mich schon informiert, das Spiel ist ausverkauft, und es werden viele Freunde von mir kommen“, freut sich der gebürtige Kärntner, der im Gegensatz zu seinem engeren Landsmann Martin Hinteregger, Franky Schiemer und wohl auch Stefan Maierhofer heute in der Startelf stehen könnte. Als „tolle Erfahrung für meine Spieler“ sieht Juniors-Coach Gerald Baumgartner das heutige Heimmatch der zweiten Runde gegen Mattersburg (19 Uhr): „Das ist eine gute Gelegenheit für meine Jungs, sich zu zeigen. Wir werden ohne Angst in die Partie gehen und träumen – wie wohl alle kleinen Vereine im Pokal – von der Sensation.“
Quelle: SVZ / Foto: RB/gepa
