Didi Constantini ist gestern mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Trainer des österreichischen Fußball Nationalteams zurückgetreten. In den zwei ausstehenden EM-Quali-Partien gegen Aserbaidschan und Kasachstan (7. und 11. Oktober) wird nun interimistisch Sportdirektor Willi Ruttensteiner mit dem bestehenden Betreuerstab übernehmen.
„Obwohl wir die gesetzten Ergebnisziele nicht erreicht haben, hat er frischen Wind gebracht und viele junge Spieler für das A-Team entwickelt. Er hat aber insbesondere alle Energie und viel Herz in seine Funktion als Teamchef gelegt“, bedankte sich ÖFB Präsident Leo Windtner noch einmal bei Constantini, der ihn in einem persönlichen Gespräch um die vorzeitige Auflösung seines bis Jahresende datierten Vertrags gebeten hatte.
Der Tiroler selbst, der mit Fortdauer seiner Amtszeit immer weniger Enthusiasmus versprühte, wollte nicht im Zorn zurückblicken. „Es war eine schöne Zeit als österreichischer Teamchef. Am meisten freut mich, dass wir eine Begeisterung bei den heimischen Fans rund um das Nationalteam auslösen konnten, die für mich meine Ära auszeichnen wird“, sagte der 56 Jährige zu seinem Abschied.
Ruttensteiner gibt nach genau sechs Jahren ein Teamchef-Comeback. Der 48-Jährige, der seit 1999 im ÖFB tätig ist, hatte die Auswahl bereits im Oktober 2005 nach dem Abgang von Hans Krankl für zwei Spiele gemeinsam mit dem Rekord-Internationalen Andreas Herzog interimistisch betreut. Der Oberösterreicher erntete damals nach guten Darbietungen in den WMQuali gegen England (0:1) und Nordirland (2:0) viel Lob.
Doch auch diesmal soll aus der Zwischen- keine Dauerlösung werden. „Die getroffene Interimslösung soll einerseits die notwendige Kontinuität sichern und andererseits gewährleisten, dass die verbleibenden zwei Qualifikationsspiele mit professioneller Betreuung über die Bühne gebracht werden können“, ließ der ÖFB wissen. Und Ruttensteiner selbst unterstrich: „Meine Position ist die des Sportdirektors!“
Quelle: SVZ / Foto: apa/Neubauer
