Die Stevens-Saison 2010/11 konnte Ricardo Moniz zwar nicht mehr mit dem Meistertitel abschließen, in der aktuellen Spielzeit der österreichischen Bundesliga sind die Fußball-Bullen unter seiner Führung aber voll auf Titelkurs.
So liegen die Salzburg nicht nur seit der vierten Runde an der Tabellenspitze, wo sie bereits drei Punkte vor Überraschungs-Verfolger Admira und einen weiteren Zähler vor der drittplatzierten Wiener Austria liegen. Mit dem 3:0-Heimsieg am Sonntag gegen den SC Wiener Neustadt haben die Salzburger den bis dato besten Saisonstart in der Red-Bull-Ära egalisiert.
Der Vizemeister schoss die chancenlosen Gäste aus Niederösterreich dank Toren von Stefan Maierhofer (15.), Jakob Jantscher (43.) und Christoph Leitgeb (66.) aus der Red Bull Arena und zeigte die von Trainer Ricardo Moniz erhoffte Reaktion auf die 1:3-Niederlage zum Europa League Auftakt bei Paris Saint Germain. „Wir haben uns heute so richtig unseren Frust abgespielt“, meinte der Niederländer nach dem höchsten Saisonerfolg des in der Liga bisher ungeschlagenen Titelkandidaten Nummer eins: „Wir hatten aber auch im Spiel gegen Paris identische Möglichkeiten, nur war diesmal die Überzeugung da. Die Enttäuschung dauerte nur einen Tag, dann stehst du wieder auf.“
Mit 18 Zählern aus acht Spielen haben die Mozartstädter den bisherigen Startrekord aus der Saison 2006/07 eingestellt. In der damaligen Spielzeit führte der italienische Starcoach Giovanni Trapattoni die Salzburger überlegen zum Meistertitel. Bereits nach 31 Runden wanderte der Meisterteller nach Wals-Siezenheim. Drei Gegentore in acht Runden bedeuten für Salzburg überhaupt einen neuen Vereinsrekord seit der Übernahme durch Didi Mateschitz. Dennoch zeigt diese Bilanz den Unterschied zwischen Liga und Europacup: Allein beim Europa League Auftakt in Frankreich setzte es für die Salzburger ebenso viele Gegentreffer.
Dies war nach dem Erfolg gegen die achtplatzierten Neustädter aber kein Thema. Hervorgehoben wurde vor allem das verbesserte Offensivspiel. „Unser Vorteil gegenüber Paris war, dass wir heute von Anfang an ins Spiel gekommen sind“, erklärte Torschütze Stefan Maierhofer und Kapitän Eddie Gustafsson lobte: „Wir haben heute den schnellen Kombinationsfußball geboten, den wir uns eigentlich immer vornehmen. So muss es weitergehen.“
Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa
