Mit einem Auswärtsspiel bei der Admira beenden die Fußball Bullen morgen (16.15) den ersten Durchgang der österreichischen Bundesliga. Eine Niederlage mit zwei Toren Unterschied würde die Salzburger dabei von der Tabellenspitze stürzen.
Der Aufsteiger ist nach neun Runden der erste Verfolger des Vizemeisters und hat bislang bereits Meister Sturm und Austria Wien geschlagen. „Letztes Jahr ist niemand stabil gewesen, wir auch nicht, diese Saison ist es nicht viel anders“, erklärt Bullen-Coach Ricardo Moniz, wie es der Liga-Neuling vor die restlichen Top-Teams geschafft hat. Eine spezifisch österreichische Schwäche sieht der Niederländer darin aber nicht. „Man sieht in ganz Europa, dass die Aufsteiger über sich hinauswachsen, weil sie unsbeschwert spielen können und im Spiel nicht nachdenken müssen“, erläutert Moniz: „Die Admiraner sind vorne dabei, weil sie keine Last und Sorgen, dafür aber einen Lauf haben. Sie gehen mit viel Selbstvertrauen in jedes Spiel und haben nichts zu verlieren. Darüber hinaus ist die Mannschaft auch gut.“
Dennoch wäre für den Niederländer morgen alles andere als ein Sieg seines Teams eine große Enttäuschung. „Wir stehen vor einer entscheidenden Woche, was die Meisterschaft betrifft. Wir können ein Loch schlagen und einen riesigen Schritt machen“, will der Bullen-Coach den Vorsprung auf die Verfolger in den bevorstehenden Matches gegen Admira und Austria auf mindestens sechs Punkte ausbauen. „Deshalb wäre der achte Auswärtserfolg in Serie auch ganz wichtig. Das wird aber ganz schwer“, versichert Moniz.
Welche Spieler aus der Cup-Aufstellung gegen den SAK Klagenfurt auch morgen in der Startelf stehen, wollte der Niederländer zwar nicht verraten, jedoch gab er zu: „Ich war nicht zufrieden mit der so genannten 2. Garnitur. Da haben einige Leute ihre Chance nicht genützt.“ Die matte Leistung von Simon Cziommer sieht der Trainer in den Knöchelproblemen des Deutschen begründet. „Er kann derzeit wegen der Schmerzen nur mit Spritzen spielen“, verrät Moniz. Lob gab’s zwar für die Leistung von Jantscher, „aber er weiß, wenn er zwei Spiele nicht so spielt, sitzt er wieder auf der Bank“. Allrounder Franky Schiemer droht dagegen nur bei einer Verletzung die Ersatzrolle, morgen dürfte er wohl wieder in der Innenverteidigung agieren – „wegen der zwei schnellen Admira-Stürmer“, so Moniz.
Quelle: SVZ
