Dienstag, 22. Februar 2011

Nächster Rückschlag: Seka fehlt für Wochen

Neben einem Rückschlag in der Tabelle hat den Salzburger Fußball-Bullen das sonntägige 1:1-Remis gegen Rapid auch einen Rückschlag im Team versetzt. So fehlen Huub Stevens in den nächsten Spielen Ibrahim Sekagya und Simon Cziommer.

Wie lange der Trainer auf die beiden Mannschaftsstützen verzichten muss, war gestern noch nicht vorauszusehen. Der deutsche Mittelfeldmann muss nach seiner als Tätlichkeit gewerteten Rangelei mit Rapids Drazan auf den Richterspruch des Bundesliga- Strafsenats warten, dem Salzburger Abwehrchef blühen mindestens vier Wochen Pause. Der Innenverteidiger aus Uganda hat sich bei einem Foul von Rapid-Stürmer Jan Vennegoor van Hesselink einen Bänder- und Sehneneinriss am rechten äußeren Sprunggelenk zugezogen. Zumindest kam auch der Übeltäter nicht ungeschoren davon: Der Niederländer zog sich in einer späteren Aktion einen Muskelfaserriss im linken hinteren Oberschenkel zu und muss ebenfalls mehrere Wochen pausieren.

Rotsünder Cziommer wechselte schon am Sonntag in die Rolle des Einpeitschers und tönte: „Wir werden Meister, weil wir die beste Mannschaft in Österreich sind. Das müssen wir nur noch auf dem Platz umsetzen.“ Damit war er einer der wenigen Salzburger, die nach dem Rapid-Match positive Worte fanden. „Wir sind selber schuld, dass wir nicht gewonnen haben. Die Möglichkeiten waren da. Das Unentschieden bringt niemandem etwas, wir treten auf der Stelle“, ärgerte sich etwa Torschütze Roman Wallner, und Jakob Jantscher ergänzte: „Jetzt müssen wir Gas geben.“

Für Trainer Stevens war „nicht das 1:1 das Problem, sondern dass wir unsere Chancen nicht verwerten“. Zudem kritisierte er erneut die fehlende Cleverness seiner Mannschaft. „Wir haben uns durch die zwei roten Karten und die Verletzung von Sekagya durcheinanderbringen lassen“, so der Coach. Positiver kannte sein Gegenüber Peter Pacult resümieren. „Ein Punkt ist nicht optimal, aber aufgrund der Umstände kann man zufrieden sein.“

Zufrieden ist auch Thomas Linke mit seiner neuen Position: Er wechselt innerhalb der Fußball- Abteilung von Red Bull nach Leipzig und wird dort Sportdirektors. Bisher hatte er als Assistent von Dietmar Beiersdorfer in Salzburg gearbeitet. Leipzig liegt in der deutschen Regionalliga Nord derzeit nur auf dem vierten Tabellenplatz, bereits 15 Punkte hinter Leader Chemnitz.

Quelle: SVZ / Foto: RB/gepa