Absage. Die Pläne für ein neues Stadion am Salzachsee seien Geschichte – sagt Planungsstadtrat Johann Padutsch. Die Widerstände seien zu stark.14 Millionen Euro sollte es kosten und bis zu 7000 Zuschauer fassen – nun ist es wohl Geschichte: Jenes Stadion, welches auf Betreiben des Fußballvereins Austria Salzburg nahe der Salzachseen in Salzburg-Liefering errichtet werden sollte.
„So wie das Projekt präsentiert wurde, gehe ich davon aus, dass es tot ist“, sagt Planungsstadtrat Johann Padutsch. Es gebe einfach zu viele Gegner. Zu diesen zählten von Anfang an die ÖVP der Stadt Salzburg, die Sportverbände und eine Anrainerinitiative. Padutsch kritisiert, dass die Austria das Stadion immer zu sehr als „ihr eigenes“ verkauft hätte, anstatt darauf hinzuweisen, dass auch andere Vereine und Sportarten davon hätten profitieren können. Sieben Millionen Euro hätte die Stadt für den Bau zuschießen müssen – in Zeiten der Budgetnot, der bröckelnden Infrastruktur und des fehlenden Personals eine unsinnige Investition, fand die ÖVP. Die Nachbarn hatten Angst um ihre Ruhe und Sicherheit, Sportfunktionäre sahen das Geld lieber anders eingesetzt.
Nicht ganz klar ist auch, wie stark das Erdreich unter dem angepeilten Standort verseucht ist – befanden sich in der Gegend in den 50er- und 60er-Jahren doch Mülldeponien.
Für Stadtrat Padutsch wäre ein mittelgroßes Stadion für die Stadt dennoch wünschenswert. Es solle knapp 3000 Menschen Platz bieten. Jedoch müsse man solche Planungen nun „wieder von null an beginnen“.
Quelle: Salzburger Nachrichten