Montag, 20. September 2010

Gleich mehrere Serien gerissen: Gerechtes 1:1 im Derby-Gipfel

Nicht nur eine, sondern gleich mehrere Serien sind am Samstag im mit Spannung erwarteten Fußball-Westliga-Derby Austria - Anif gerissen. Für die Violetten war das 1:1 (1:0) sowohl der erste Punkteverlust im eigenen Stadion als auch der erste in einem Lokalduell. Die Anifer mussten sich nach vier Zu-null-Siegen en suite diesmal mit einem Remis begnügen, die Torsperre von Goalie Stefan Ebner riss nach exakt 413 Minuten.

Verantwortlich dafür war Nico Mayer: Der Spielmacher, der davor bereits höchst elferverdächtig gefoult worden war, profitierte in der 39. Minute von der glänzenden Vorarbeit von Vujic, der gleich drei Gäste-Spieler auf sich zog und noch das Auge für den freistehenden Kollegen hatte, der das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:0 markierte.

Der USK schien arge Probleme mit dem holprigen Rasen in Maxglan zu haben und hätte nach dem Seitenwechsel bei zwei Möglichkeiten des erstmals nach seiner Verletzung wieder von Beginn an aufgebotenen Winkler sogar noch weiter in Rückstand geraten können. Doch das Blatt wendete sich mit der Einwechslung von Celebic, der zunächst selbst die Chance auf das 1:1 vergab, danach aber den Pass zum Treffer von Ingo Enzenberger lieferte. Die Gastgeber hatten den Siegestreffer durch Kletzl und Reifeltshammer noch auf dem Kopf bzw. Fuß, den Matchball vergab aber abermals Celebic, der eine Flanke von Scherz aus zwei Metern nicht im leeren Tor unterbrachte.

„Ein gerechtes Remis“, fand Anif-Coach Thomas Hofer, der für die Schwäche seiner Truppe vor der Pause eine interessante Erklärung parat hatte. „Man muss auch auf einem solchen Boden Fußball spielen – das haben wir erst in der ersten Hälften fast ein bisschen zu sehr versucht und waren kämpferisch nicht präsent genug.“ Auch sein Gegenüber Didi Emich, dessen Obmann Walter Windischbauer heute zum „Westliga Sicherheitsgipfel“ nach Innsbruck reist, konnte mit dem Punkt leben, aber: „Uns fehlt gegen solche Klassemannschaften noch ein bisschen was, um den Sack zuzumachen, wenn wir die Gelegenheit dazu haben.“

Dieses Problem hat in verstärkter Form St. Johann, das auch in Altach ohne Torerfolg blieb. Trainer Toni Schaupper konnte sich beim 0:0 aber über einen Teilerfolg freuen. „Besser wie nix“, fand der Coach, der sich vor allem über die starke Leistung in der Defensive freute.

Eine solche zeigte auch Neumarkt bei den Innsbrucker Amateuren, zudem gab’s aber einen Geniestreich von Alex Madlmayr. Nach Ablage von Kreuzer schlenzte er den Ball aus über 30 Metern über den gegnerischen Goalie hinweg genau ins Kreuzeck. „Dabei war es eigentlich eine typische Unentschieden- Partie“, freute sich Trainer Hans Hajek über den Sieg.

Quelle: SVZ