Mittwoch, 23. Mai 2012

Titelkampf: Die Kapitäne am Wort

Das Titelrennen in der Salzburger Liga lässt keinen kalt. Die Spielführer der fünf Anwärter geben ihre Meinung zum Besten.
  
Spätestens seit dem Schiffsunglück der "Costa Concordia" hat das Wort "Kapitän" einen schalen Beigeschmack. In Salzburg gelten Kapitäne aber nach wie vor als Vorbilder. Grund genug für uns, die Spielführer der fünf Titelanwärter der Salzburger Liga nach ihrer Meinung zu befragen. Drei Runden vor Schluss haben sie folgendes zu sagen:
    
Daniel Pfeifenberger (Grödig 1b, 56 Punkte)
"Ich glaube, wir haben eine gute Ausgangslage. Vor der Saison hatte niemand damit gerechnet, dass wir so gut abschneiden würden. Im Herbst haben sicher die Profis den Unterschied gemacht, im Frühjahr aber nicht mehr. Wir brauchen wohl drei Siege, um den Titel zu gewinnen. Druck haben wir keinen, da wir ja nicht aufsteigen können. Dass wir noch gegen zwei Abstiegskandidaten spielen, ist sicher kein Vorteil für uns (Anthering, Zell).
 
Wolfgang Suppan (Eugendorf, 56 Punkte)
"Wir schauen jetzt mal von Spiel zu Spiel. Für Puch und Hallein geht es ja nicht mehr um viel, was uns in die Karten spielen könnte. Wir haben noch zwei Heimspiele, was auch kein Nachteil ist. Wenn sich jeder motivieren kann, stehen unsere Chancen sehr gut. Wir sind eine sehr geschlossene Mannschaft, von vorne bis hinten irrsinnig kompakt. Dazu kommt, dass wir auch auf der Bank enorme Qualität haben. Unsere Konzentration gilt jetzt aber erst mal der Hallein-Partie.
   
Matthias Poldlehner (Grünau, 55 Punkte)
"Ich denke, unsere Aufstiegschancen stehen so gut wie noch nie. Gerade nach der vergangenen Runde sind wir wieder voll dabei. Dazu müssen wir aber die ausstehenden Spiele noch gewinnen. Es wird sicher kein Selbstläufer, aber ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können. Für uns spricht einfach die hohe Qualität im Kader wie in der Breite. Erwischt einer mal einen schlechten Tag, springen andere für ihn ein.
     
Walter Larionows (SAK, 53 Punkte)
"Nach der letzten Niederlage sind wir klar in der Außenseiterrolle. Da der Druck jetzt aber weg ist, können wir befreit aufspielen. Die Pfingstpause tut uns sicherlich auch gut, um die Akkus wieder aufzuladen. Interessant wird, was von Seiten des ÖFB noch kommt. Langsam wäre es Zeit für ein endgültiges Ende der Puch-Causa. Für uns spricht sicher, dass wir eine eingeschworene, homogene Mannschaft sind, die enormen Spaß an der Sache hat. Wir müssen aber auf Umfaller der Konkurrenz hoffen.
     
Daniel Gimpl (Hallwang, 53 Punkte)
"Das Titelrennen bleibt weiter offen. Ich bin sicher, dass die Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt. Es ist aber schwierig, unsere Chancen zu beziffern. Im Gegensatz zu anderen haben wir überhaupt keinen Druck, weshalb der Titel für uns ein Zuckerl nach einer tollen Saison wäre. Die Auslosung kommt uns außerdem auch entgegen (Leogang, Golling, SAK).
  
Quelle: fanreport.com