Freitag, 11. Mai 2012

Hofer im eigenen Wohnzimmer zu Gast – Anif zahlt fix drauf

Sechseinhalb Jahre leistete Thomas Hofer in Anif erfolgreiche Arbeit – am Sonntag (10.30 Uhr) kehrt der Austria-Coach erstmals an seine alte Wirkungsstätte in der Fußball-Westliga zurück. „Natürlich ist das für mich kein Spiel wie jedes andere“, räumt der violette Feldherr ein, während USK Obmann Heinz Seelenbacher verspricht: „Er wird von uns sicher sehr, sehr freundlich empfangen werden.“
     
Am Platz werden sich die Freundlichkeiten freilich aufhören. Denn die Anifer kämpfen nach wie vor um ihre Titelchance, müssen das Derby gewinnen und außerdem auf einen Punkteverlust von Leader Wattens tags zuvor in Dornbirn hoffen. „Aber wir werden es ihnen sicher schwer machen“, versichert Hofer, der mit seiner neuen Truppe inklusive Landescup zuletzt neunmal in Folge nicht verloren hat (sieben Siege, zwei Remis). Vor allem in der Defensive hat sich der nunmehrige Tabellenfünfte verbessert, das Duell mit der torgefährlichsten Offensive der Liga wird aber die „Meisterprüfung“ für Hirsch & Co.
   
Für Anif ist die Partie das einzige, was sie im Derby-Hit gewinnen können. Denn unabhängig von der Zuschauerzahl steht aufgrund  massiver Sicherheitsauflagen bereits fest, dass das Spiel für den USK einen finanziellen Verlust bringen wird. Trotz des „besucherfeindlichen“ Termins muss man u.a. für 250 Gäste-Parkplätze, 150 m Sperrgitter sowie 35 Ordner sorgen und im Falle von Problemen auch die Einsatzkosten der Exekutive tragen. „Für einen Sportverein wie Anif ist das kaum noch zu bewältigen. Da werden auch die Salzburger Klubs nicht mehr lange mitmachen“, klagt Heinz Seelenbacher.
   
Neumarkt hofft auf Punktgewinn
Auch abseits des Schlagers ist in der 26. Runde für Spannung gesorgt. So hofft Neumarkt im heutigen Match in Kufstein auf einen überraschenden Punktgewinn, um nicht doch noch in den Abstiegsstrudel zu geraten. Der Optimismus von Trainer Hans Hajek hält sich angesichts der Ausfälle von Kocher, Fuschlberger, Weber, Ortner und Kreuzer aber in Grenzen. Schützenhilfe für den TSV könnte St. Johann mit einem Heimsieg gegen Union Innsbruck (Samstag, 17) leisten. Doch auch die Pongauer plagen Personalsorgen: Krimbacher fällt krankheitsbedingt aus, Barnjak und Vavrousek sind fraglich.
   
Während die Neumarkter bisher von einem Westliga-Verbleib ausgegangen sind, laufen die Planungen des Lokalrivalen Seekirchen bereits in Richtung Salzburger Liga. „Ich werde in die Kirche gehen und ein paar Kerzen anzünden, aber unser Ziel ist es nur noch, den jetzigen Tabellenplatz zu halten“, räumt Trainer Markus Scharrer ein. Ein Heimerfolg gegen Hall ist morgen ab 18 Uhr aber dennoch Pflicht.
   
Die Red Bull Juniors hoffen in Bregenz auf einen spielfreudigen Gegner. „Das sollte uns entgegenkommen“, so Kapitän und Goalgetter Manfred Pamminger. Alleoni, Adjei und Goalie Dähne werden verletzungbedingt fehlen – Letzterer kann sich aber mit einem Zwei-Jahres Vertrag bei den Profis trösten. Saalfelden empfängt am Sonntag (16 Uhr) die Wacker Innsbruck Amateure.
     
    
Quelle: SVZ