Neben dem Fernduell zwischen Anif und Neumarkt um den Titel geht es in der 27. Fußball-Westliga-Runde im direkten Aufeinandertreffen zwischen der Austria und Kufstein auch um Position sechs. Doch bei den Violetten denkt man ohnehin viel weiter.
Im Hinblick auf die Saison 2012/13, in der ein Top-5-Platz die Mindestanforderung ist, gab Sportchef Gerhard Stöger gesternbekannt, dass Hirsch, Rajic, Strauss und Goalie Huber der Austria treu bleiben. Darüber hinaus wird der junge Defensiv-Allrounder Benjamin Taferner von Grünau in die Regionalliga gelotst. Und im Angriff wird Christoph Hübl, derzeit noch in Neumarkt, der lange gesuchte Partner für Goalgetter Marco Vujic werden.
Wer sonst noch für die „Austria neu“ in Frage kommt, wird sich nicht zuletzt im Kufstein Heimmatch (heute, 18.30 Uhr) zeigen, denn aufgrund der Ausfälle von Roser, Wührer, Paulsen, Rajic, Schriebl, Seidl und Refeiltshammer ist Trainer Thomas Hofer fast zum Experimentieren gezwungen. Außerdem soll die Partie dazu genutzt werden, die 150 Karten für den Sonntagsschlager in Wattens an den Mann zu bringen. Dabei ist sich Hofer gar nicht sicher, ob das Interesse an dieser Reise allzu groß ist: „Die Frustration bei den Fans ist doch sehr groß, weil ihnen ein Prügel nach dem anderen vor die Füße geworfen wird...“
Das Einzige, was für Anif bei einer Frühjahrsbilanz von sieben Meisterschaftssiegen, einem Remis und einer Niederlage derzeit frustrierend sein könnte, ist, dass Leader Wattens einfach nicht umfallen will. Dass sich das heute in Neumarkt (19.00) ändert, ist nicht allzu wahrscheinlich, „aber im Fußball ist vieles möglich sagt USK-Coach Michael Baur. Seine eigene Truppe wird auch diesmal erst einen Tag später antworten, wobei bei den Wacker Innsbruck Amateuren in jedem Fall Siegpflicht besteht.
In Neumarkt kümmert das Anifer Schicksal nicht wirklich jemanden, zumal Trainer Hans Hajek den Tabellenführer für „die beste Mannschaft der Liga“ hält. Vielmehr will man Wattens aus Eigeninteresse ein Bein stellen, denn, so Hajek: „Es wäre nicht das erste Mal, dass es sich die Tiroler in puncto Aufstieg im letzten Moment wieder anders überlegen.“
Abschiedsspiele für Peter Hyballa
Die dreiteilige Abschiedstournee von Peter Hyballa als Jungbullen-Trainer beginnt morgen daheim gegen die Altach Amateure. Wer sowohl dem künftigen Sturm-Trainer als auch Meistermacher Ricardo Moniz bei der Arbeit zuschauen will, muss allerdings schnell sein, das Spiel in Liefering beginnt nämlich um 14 Uhr, also nur zwei Stunden vor dem Auftritt des A Teams in Kleßheim gegen die Admira.
Aufsteiger Saalfelden will in den verbleibenden Partien noch die 40-Punkte-Marke knacken, derzeit hält man bei 35. In Hard fehlen den Pinzgauern allerdings acht Mann. Immerhin konnte man den Verbleib der Routiniers Fürstaller, Lederer, Bierbaumer und Keil vermelden. Und auch Trainer Hannes Rottenspacher hängt noch ein Jahr dran.
St. Johann steht im Heimspiel gegen Dornbirn (morgen, 16) vor einer schwierigen Aufgabe, Seekirchen bestreitet das Nachzügler-Duell bei Union Innsbruck.
Quelle: SVZ