Seit Anfang Jänner wird beim SV Grödig fleißig trainiert, ab morgen wird’s für die Pfeifenberger Truppe wieder ernst. Zum Frühjahrsauftakt der Ersten Liga müssen die Untersberg-Kicker bei Schlusslicht Hartberg ran. Es folgen die Partien beim FC Lustenau und daheim gegen die Vienna und damit ein richtungsweisendes „Tripel“. Denn alle drei Gegner liegen nur sechs Zähler hinter den siebtplatzierten Grödigern, „aber auch der Vierte ist nur sechs Punkte weg“, betont Christian Haas.
Der Sportchef will sich natürlich nach oben orientieren, die Top-5 sind das anvisierte Ziel. Der Frühjahrsstart wird diesbezüglich schon richtungsweisend. Denn aus einem macht Haas nach wie vor kein Hehl: „Die Herbstsaison ist nicht nach Wunsch verlaufen.“ Ein Auf und Ab waren dann die Testspiele im Winter: Einem Sieg gegen die Bundesliga-Profis der SV Ried steht etwa eine Niederlage gegen den Regionalligisten GAK gegenüber. „Aber ich bin eh froh, dass wir nicht jedes Spiel gewonnen haben. Denn im Herbst haben wir sogar Mainz geschlagen und sind dann gleich mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet“, so der SVG-Zampano. Und auch im Abstiegsjahr 2009 hat man in der Winter-Vorbereitung brilliert, diese Leistungen dann in der Meisterschaft aber nicht bestätigen können.
Auf dem Transfermarkt hat sich Grödig – im Gegensatz zu den Kellerkindern der zweithöchsten Spielklasse – zurückgehalten. Der Abschied von Daniel Sobkova hat sich schon lange abgezeichnet, und mit Linksverteidiger Stefan Stangl (leihweise von Sturm Graz) vermeldete man auch nur einen Zugang. Grund: „Im Sommer sind 15 neue Leute gekommen, da hatten wird nur eine kurze Vorbereitungszeit und danach auch viel Verletzungspech. Aber wir vertrauen unseren Spielern.“
Andererseits wurde in Grödig der Sparstift angesetzt, was sich auch im Verzicht auf ein Trainingslager bemerkbar machte. Das sollte aber kein Problem sein, so Haas, denn: „Wir haben in Grödig einen Top-Kunstrasen, den wir schneefrei gehalten haben, und auch in Rif sehr gute Bedingungen.“ Nur nach natürlichem Grün musste man zumeist im Schnee graben, daher ist Trainer Heimo Pfeifenberger mit seinen Mannen auch schon gestern nach Hartberg abgereist, um dort noch ein wenig auf „echtem“ Gras trainieren zu können.
Quelle: SVZ / Foto: Krug
