In der Fußball-Westliga ging gestern um Mitternacht eine aus Salzburger Sicht ungewöhnlich ereignisreiche Winter-Transferperiode zu Ende. Vor allem bei Anif und der Austria fand ein großer Umbruch statt. Die Zielsetzungen sind freilich unterschiedlich: Während die Anifer Titel, Relegation und Aufstieg anpeilen und durchwegs Spieler holten, die dem Klub auch in der Ersten Liga weiterhelfen würden, denkt man bei den Violetten schon an das nächste Spieljahr. „Wir haben praktisch ein Drittel des Kaders ‘umgetauscht’, und das ganz bewusst in der Winterpause“, bestätigt Austria-Sportchef Gerhard Stöger. Denn zum einen ist die Vorbereitungszeit länger als im Sommer, zum anderen kann man dann gleich voll durchstarten. Die Stoßrichtungen der Transfers sind klar: erstens mehr Alternativen im Sturm, zweitens mehr Stabilität in der Defensive, „aber wir haben für alle Mannschaftsteile etwas dabei“, ergänzt Stöger.
Beim USK hofft man vor allem auf Goalgetter Andreas Bammer. „Da ist uns sicher ein guter Deal geglückt, denn unsere Chancenauswertung ist verbesserungsfähig. Aber man darf auch Celebic und Mayer nicht vergessen – generell ist der Konkurrenzkampf im Angriff größer geworden“, glaubt Sektionsleiter Norbert Schnöll, der mit Elvis Ozegovic gestern allerdings noch einen Offensivmann an den zweiten Red-Bull-Partnerklub FC Pasching verlor.
Im letzten Moment noch fündig wurde der SV Seekirchen, der neben Klaus Märzendorfer auch Verteidiger Ousman Sonko Pa von der Austria holte. St. Johann hofft, mit dem Bosnier Milan Sreco einen adäquaten Seidl-Ersatz gefunden zu haben und holte auch den ehemaligen Bullen Akademie Kicker Gerald Gfrerer. Neumarkts Mallorca-Trainingslager in der ersten März-Woche darf auch Stefan Köhler mitmachen, der aus Lochen/OÖ kommt, nicht mehr aber Karim Onisiwo und Elvir Duran. Routinier Werner Promberger dürfte laut Trainer Hans Hajek in erster Linie in der 1b zum Einsatz kommen. Fast gar nichts getan hat sich in Saalfelden: Einzig Arnold Benedek soll in Zell am See Spielpraxis sammeln.
Den größten Aderlass verzeichneten die Juniors. Diesen soll neben dem Bregenzer Stürmertalent Elivis Alibabic und dem Ex-Seekirchner Josip Coric auch zwei hierzulande gänzlich Unbekannte kompensieren: Martin Zakrzewski spielte einst im Nachwuchs von Borussia Dortmund, Christian Gandu zuletzt in den Niederlanden.
Quelle: SVZ / Foto: Krug
