Man kann nicht gerade behaupten, dass Salzburg Trainer Ricardo Moniz in der vergangenen Herbstsaison auf Konstanz gesetzt hat. Kein einziger Salzburger stand in jedem der 19 Spiele in der Startformation. Das lag aber auch daran, dass die Bullen großes Verletzungspech hatten, und so Moniz immer wieder gezwungen wurde, neue Formationen zu bilden. Dauerbrenner im Team des Vizemeisters war Dusan Svento. Der Slowake kam insgesamt auf die meisten Einsatzminuten (1447). Er stand 17 Mal in der Startformation und wurde nur ein Mal ausgewechselt, dazu blieb er ohne Gelbe Karte. Im Gegensatz dazu steht Gonzalo Zarate. Der Herbst verlief für den Argentinier nicht nach Wunsch. Oft nur Ersatz, konnte der Dribbelkünstler bei seinen Einsätzen zu selten überzeugen. Sieben Mal wurde Zarate vorzeitig vom Platz geholt. Damit ist er im Bullen-Dress Nummer eins.
Vermehrt auf junge Eigenbauspieler wollte man in Salzburg setzen. Gelungen ist das nicht ganz. Aber mit Martin Hinteregger und Stefan Hierländer spielten sich zwei Unter 21 Nationalspieler in den Vordergrund und haben beste Karten, im Frühjahr zum Stammpersonal zu zählen. Auf dem Sprung dorthin ist auch Georg Teigl. Der Youngster wurde mit sieben Einwechslungen zum Lieblingsjoker von Moniz. Nur zwei seiner neun Einsätze bestritt Teigl von Beginn an. Das soll sich im Frühjahr ändern. Mit dem Flügelflitzer könnte Salzburgs ohnehin schon gutes Spiel über die Flanken noch gefährlicher werden. Und Stefan Maierhofer, der erstmals in seiner Karriere an der Spitze der Torschützenliste liegt, hätte beste Chancen, sich diesen Titel zu sichern. Salzburg erzielte in der Liga die meisten Tore nach Flanken. Acht der zehn Treffer schoss Maierhofer. Kein anderes Team traf häufiger nach Flanken als die Salzburger.
Quelle: Salzburger Nachrichten / Foto: Red Bull/gepa
