Dienstag, 1. November 2011

Wer wird die erste Nummer 1 von Teamchef Koller?

Am Mittwoch gibt Teamchef Marcel Koller seinen ersten Kader bekannt. Er muss dabei gleich die "T Frage" lösen: Wer steht am 15. November bei Kollers Einstand in Lemberg gegen die Ukraine im Tor? Austrias Pascal Grünwald, die logische Nummer eins, patzte am Sonntag in Kapfenberg, dürfte bei Violett auf der Ersatzbank landen. Schenkt Koller ihm trotzdem das Vertrauen oder zaubert er einen Neuen aus dem Hut?
   
Derzeit grübelt Koller gemeinsam mit Sportdirektor Willi Ruttensteiner noch darüber, wer die drei Torleute in seinem ersten Kader sein werden. Viele Spiele, in denen ein möglicher Teamtorhüter im Einsatz war, hat der Schweizer bisher noch nicht gesehen, also braucht er gute "Berater" wie den Sportdirektor.
  
Beim Blick auf die heimischen und europäischen Fußballfelder gibt's nicht gerade Kandidaten wie Sand am Meer:
   
Die "Favoriten"
Grünwald, Payer, Siebenhandl wären logisch. Aber: Was macht Koller, wenn Grünwald am Donnerstag bei Austrias Europa-League-Spiel nur Ersatz ist? Lässt er ihn trotzdem spielen? Den einzigen Schnitzer, den sich Grünwald im Team leistete, bügelte er selbst wieder aus, indem er gegen die Türkei einen von ihm verschuldeten Elfer hielt. Payer ist derzeit bei Rapid erste Wahl – weil Novota verletzungsbedingt ausfällt. Und Wiener Neustadts Siebenhandl besitzt keine internationale Erfahrung.
   
Die "Österreicher"
In der Bundesliga sind derzeit noch Mattersburgs Borenitsch und Tischler von der Admira erste Wahl. In der Ersten Liga tummeln sich genug österreichische Goalies. Aber ist da wirklich einer für das A-Team dabei? Mandl (LASK) und Schranz (Grödig) standen zwar schon in der Nationalmannschaft, sind aber nicht mehr die Jüngsten.
    
Die "Deutschen"
Almer, Langer, Özcan – alle drei sind in der zweiten deutschen Liga bei ihren Klubs nicht erste Wahl. Also werden sie kaum bei Österreich erste Wahl sein.
   
Kein Thema
Die Namen einiger, die heuer entweder noch spielten oder zumindest dabei waren, stehen derzeit nicht auf Kollers Liste: Panionios-Athen-Legionär Macho ist in Wien mitten in der Reha nach der Knieoperation. So wie Sturm-Keeper Gratzei in Graz. Nicht mehr erste Wahl ist Berger bei der Admira, "Juventus-Edelreservist" Manninger beendete bereits 2009 seine Teamkarriere. Die "T-Frage" wird also gleich Kollers erste große Bewährungsprobe.

Quelle: krone.at