Offiziell ist die Kooperation zwischen Red Bull und Anif derzeit ruhend gestellt, doch die Juniors haben morgen am 16. Spieltag der Fußball-Westliga trotzdem die Möglichkeit, dem USK unter die Arme zu greifen. Denn während dieser bei Union Innsbruck drei Punkte fix eingeplant hat, empfangen die Jungbullen Tabellenführer und Herbstmeister Wattens.
Die erste Rückrunde bietet insbesondere für die „Salzburg-Fohlen“ die Chance zur Revanche, denn zum Meisterschaftsauftakt letzte es in Wattens eine 1:3-Pleite. „Aber schon damals waren wir ebenbürtig“, erinnert sich Meistermacher Gerald Baumgartner, „und im Laufe der Saison haben wir uns noch gesteigert.“ Zuletzt reichte es – vor allem aufgrund der mäßigen Chancenauswertung – allerdings dreimal nur zu einem Remis, und diesmal bangt „Baumi“ auch noch um seinen kränkelnden Kapitän Manfred Pamminger.
Anif hat in Innsbruck abgesehen von Scherz und Zadrazil alle Spieler an Bord und auch den wiedergenesenen Trainer Thomas Hofer. Dieser sorgt sich weniger um den Gegner als um das kleine und sehr holprige Geläuf in Tirol, das der stärksten Offensive der Liga kaum entgegenkommen dürfte. Doch das half dem Tabellenvorletzten schon in seinen bisherigen Heimspielen wenig: Von sechs Partien auf dem ligaunwürdigen Geläuf gewann Union nur eines.
Südderby um „Bonuspunkte"
Im einzigen Derby des Wochenendes (wie alle anderen Samstagsspiele mit Salzburger Beteiligung um 14 Uhr) stehen sich St. Johann und Saalfelden gegenüber. Im Pinzgau setzte sich der TSV mit 2:1 durch, mittlerweile befinden sich aber beide Teams als Sechster bzw. Achter im Mittelfeld und sind nur durch einen Punkt getrennt. „Alles, was in den letzten zwei Runden vor der Winterpause noch an Punkten dazukommt, ist ein Polster fürs Frühjahr“, spricht Hausherren-Trainer Toni Schaupper seinem Widerpart Hannes Rottenspacher aus der Seele.
Seekirchen steht nach der 0:3-Pleite gegen Bregenzt das nächste Sechs-Punkte-Heimspiel ins Haus. Gegner sind diesmal die Altach Amateure, wobei Trainer Markus Hoffmann weiter auf seine Stützen Scharrer und Junger verzichten muss. Noch größer sind die Neumarkter Personalprobleme vor dem Auswärtsauftritt in Hall, Hans Hajek muss das Quintett Hirnsperger, Ortner, Fenninger, Stöckl und Hirnsperger vorgeben.
Erst übermorgen tritt die Austria bei den Wacker Innsbruck Amateuren an – an sich eine gut gemeinte Behördenauflage, „aber ich glaube nicht, dass allzu viele Innsbrucker an einem Sonntag zu einem 18.30-Uhr-Spiel nach Wien fahren“, fürchtet Gäste-Sportchef Gerhard Stöger ein erneutes Aufeinandertreffen von Tiroler Rabauken und 300 bis 400 Salzburger Fans.
Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa
