Die EM-Qualifikation soll für das österreichische Fußball-Nationalteam heute in Astana so enden, wie sie begonnen hat: mit einem Sieg über Kasachstan. Damit würde Willi Ruttensteiner seine kurze Ära als Teamchef mit der optimalen Ausbeute beenden.
„Wir haben uns vor diesen zwei Spielen zwei Ziele gesetzt: Vor Aserbaidschan und Kasachstan zu bleiben und beide zu besiegen. Das erste Ziel haben wir schon erreicht, jetzt wollen wir auch das zweite schaffen“, erklärt der Interims-Teamchef, der den heutigen Gegner unter anderem beim Heim-0:2 gegen Belgien und bei den Niederlagen gegen die Türkei vor Ort beobachtet hat. „Wir sind gewarnt, denn sie sind meiner Meinung nach stärker als Aserbaidschan“, will Ruttensteiner die Kasachen keinesfalls unterschätzen. Beim 1:4 gegen Belgien hätten der Gruppen-Letzte „viele Spieler geschont, weil sie gegen uns unbedingt gewinnen möchten“. So dürfte heute auch wieder Heinrich Schmidtgal von Greuther Fürth in der Startelf stehen. Ruttensteiner warnt aber auch vor den Tücken des Kunstrasens und der Einsatzbereitschaft der Gegner. „Hier hat sich jede Mannschaft schwer getan. Wir müssen uns auf 94 Minuten beinharten Kampf einstellen“, glaubt der ÖFB-Teamchef.
Über die eigene Aufstellung wollte und konnte er noch nicht viel verraten. Im Vergleich zur Aserbaidschan-Partie fehlt der bereits heimgereiste Mattseer Julian Baumgartlinger wegen einer Sperre, dazu droht mit Paul Scharner auch der zweite zentrale Mittelfeldspieler auszufallen. Der England-Legionär hat sich im Sonntag-Training das Knie verdreht. Fraglich ist zudem Team-Neuling Philipp Hosiner, der an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel laboriert.
„Eigentlich hätte ich von der Spielanlage nichts ändern wollen, denn gegen Aserbaidschan hat es gut funktioniert“, meinte Ruttensteiner, der nun auch eine Systemänderung zu einem 4 1 4 1 überlegt. Kandidaten für die Zentrums-Positionen wären Stefan Kulovits, Veli Kavlak, David Alaba und Zlatko Junuzovic.
Fix ist für Ruttensteiner nur, dass beim Flügelspiel im Vergleich zu Baku eine Steigerung notwendig ist. „Wir sind zu wenig über die Seiten gekommen, das haben wir analysiert und müssen wir besser machen.“ Diesbezüglich zeigten sich die Kicker laut Teamchef beim Videostudium des 4:1-Sieges selbstkritisch. „Teilweise ist es sogar emotional geworden. Das taugt mir, wenn sich die Spieler so einbringen.“
Quelle: SVZ / Foto: apa/Jäger
