Mit frischem Elan und Luigi Bruins als neuer Option im Mittelfeld gehen die Salzburger Fußball-Bullen in das heutige Heimspiel gegen Wacker Innsbruck (18.30 Uhr), in dem Trainer Ricardo Moniz die letzten Bundesliga-Pleiten vergessen machen will.
„Die Niederlagen gegen Admira und Austria haben mich sehr genervt. Wir haben etwas gutzumachen, müssen unbedingt wieder in die Erfolgsspur kommen und den Anschluss an die Spitze wahren“, fordert Moniz einen couragierten und erfolgreichen Auftritt seiner Truppe, die vor der Länderspielpause auf Platz drei abgerutscht ist: „Es geht für uns darum, Platz eins in der Tabelle so schnell wie möglich zurückzuerobern. Die jetzige Platzierung gefällt mir überhaupt nicht, da bin ich richtig sauer.“
Der Niederländer hofft auf einen Erfolg, um auch für das anstehende „Monsterprogramm“ mit vier Meisterschaftspartien, zwei Duellen mit Athletic Bilbao in der Europa League sowie dem ÖFB-Cup-Achtelfinalspiel gegen den LASK innerhalb von 22 Tagen Selbstvertrauen zu tanken. „Kommst du da nicht gut durch, bringst du dich selbst in Probleme“, ist sich der Salzburg-Coach bewusst: „Ich hoffe daher, dass die Spieler die Pause gut genützt haben.“ Alan, Douglas, Mendes und Leitgeb fallen fix aus, dazu ist der Einsatz von Cziommer und Svento fraglich.
Die Salzburger sind jedenfalls gewarnt, haben sie doch ausgerechnet gegen die Innsbrucker am 23. April (2:3) die bisher letzte Heimniederlage kassiert. „Das 2:3 war eine herbe Enttäuschung für mich, da haben sie uns ausgekontert“, erinnert sich Moniz. Besonders aufpassen müsse man aber auch bei Standardsituationen und auf Wacker-Spielmacher Carlos Merino. Sonst könnte die mittlweile 400 Minuten währende Torsperre von Eddie Gustafsson im eigenen Stadion rasch beendet werden.
Als letztes in dieser Saison auswärts ungeschlagenes Team der Liga kommen die Tiroler durchaus versichtlich in die Red-Bull-Arena. „Wir haben zuletzt zweimal gezeigt, dass wir gegen Salzburg etwas machen können“, erinnert Coach Walter Kogler: „Man darf in Salzburg nicht zu viel Respekt haben und sich nicht nach dem Salzburger Spiel richten, sondern muss bereit sein, selber Akzente zu setzen, dadurch bricht man den Rhythmus des Gegners.“ Rassistische Äußerungen, wie sie beim Hinspiel gefallen sein sollen, sind dagegen nicht nur zum Auftakt der „Football Against Racism“-Aktionswoche das falsche Mittel.
Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa
