Österreichs Fußball-Nationalteam hat sich gestern in der EM-Qualifikation mit einem 4:1-Sieg in Aserbaidschan von seinem Auswärtsfluch befreit. Dabei zeigte Andi Ivanschitz mit einem Tor und zwei Assists Didi Constantini die lange Nase.
Dessen Interims-Nachfolger Willi Ruttensteiner schenkte dem Team-Rückkehrer von Beginn an das Vertrauen und setzte ihn als hängende Spitze hinter Marc Janko ein, der unter Constantini erst zum Kapitän befördert und dann auf die Bank verbannt worden war. Österreich übernahmen gleich selbstbewusst das Kommando. Erste Schüsse von Janko (7.) und Arnautovic (12.) landeten über dem Tor. Großes Pech hatte Paul Scharner, als er nach einer Ivanschitz-Ecke zweimal per Kopf scheiterte.
Österreich blieb am Drücker. Bei einem Konter legte Arnautovic per Kopf für Janko vor, der Niederlande-Legionär eilte alleine Richtung Tor und wurde von hinten von Yunisoglu zu Fall gebracht. Der Schweizer Referee Stephan Studer zückte die Rote Karte (27.), was der Ruttensteiner-Truppe mehr Platz brachte.
In Überzahl stellten die Österreicher dann auf 1:0. Janko wurde von Tormann Kamran Aghajev gestoppt, den Abpraller legte David Alaba klug quer und Ivanschitz traf aus 16 Metern ins kurze Eck (33.). Danach war die Souveränität aber plötzlich weg. Mit einem Mann weniger zog sich Aserbaidschan weit zurück und nutzte die Fehler zu gefährlichen Kontern. Tormann Pascal Grünwald rettete vor Rauf Aliyev (38.), ein Kopfball von Afran Ismayilov landete über dem Tor (42.) und ein Volley von Ismayilov bereitete Grünwald keine Probleme (45.).
Nach der Pause agierte Österreich wieder aufmerksamer und führte rasch die Vorentscheidung herbei. Nach Pass von Alaba spielte Ivanschitz überlegt auf Janko und dieser schloss aus 13 Metern eiskalt zum 2:0 ab (51.). Damit war Österreichs erster Pflichtspielerfolg seit fast exakt einem Jahr so gut wie fix.
Janko ließ dann noch sein neuntes Teamtor folgen. Der 28-Jährige lief Vurgun Huseynov davon und schloss eiskalt mit dem Außenrist zum 3:0 ab (62.). Der Wermutstropfen im Finish war das Tor von Nadirov, der von der ÖFB-Defensive nicht attackiert wurde und aus 20 Metern genau ins rechte Eck einnetzte (74.). Alaba traf im Finish noch mit einem Weitschuss die Latte (77.), der eingewechselte Junuzovic schloss einen Konter mit seinem ersten Länderspieltor zum 4:1 ab (91.).
Quelle: SVZ / Foto: apa/Jäger
