Samstag, 22. Oktober 2011

Bullen gegen Bilbao „bestohlen“ +++ Moniz erinnert sich gern an Graz

Dass die Salzburger Fußball-Bullen gestern doch ein wenig geknickt aus Bilbao zurückkehrten, war vor allem einen zu verdanken: Referee Ivan Bebek, dem die spanische Presse nachträglich für zwei „göttliche Geschenke“ („As“) oder zumindest „zwei tüchtige Schiedsrichterfehler“ „Marca“ dankten. Dass der Kroate wegen der Elferpfiffe gegen Sekgaya und Lindgren, die eine 2:0-Führung noch in ein Remis verwandelt haben, „vielleicht schon in der Hölle schmort“ („As“), war für Bullen-Coach Ricardo Moniz kein Trost. „Ich meckere normalerweise nicht. Aber uns wurden Punkte geklaut, ich fühle mich bestohlen“, schimpfte der Niederländer, der die Leistung des Referees als „katastrophal“ beurteilte.

Angetan zeigte sich Moniz dagegen von Leonardo und Roman Wallner, die sich bei den Führungstreffern vor der Pause als Vollstrecker und Vorbereiter abwechselten. "Sie haben es mit ihrer individuellen Stärke geschafft, vorne den Unterschied auzumachen“, lobte der Coach seine Torschützen, wobei er auch die positive Entwicklung des Österreichers hervorstrich, der „jetzt mehr von außen macht und selbst Chancen kreiert“.

Abseits der Elfer war für Moniz der Ausfall von Franky Schiemer der Knackpunkt des Spiels. „Er hatte ein Unterzuckerungsgefühl und war kaputt. Nach der Auswechslung ist das Spiel dann ein wenig gekippt“, erklärt der Trainer und hofft, ihn im morgigen Bundesliga-Spiel bei Sturm Graz wieder einsetzen zu können.

Fit für ein Comeback in seiner Heimat fühlt sich jedenfalls Jakob Jantscher, der nach Schleimbeutel-Problemen seit Anfang der Woche wieder mit der Mannschaft trainiert und gegen Bilbao bereits auf der Bank saß. Für den gesperrten Simon Cziommer kommt Luigi Bruins ins Team.

In guter Erinnerung hat Moniz seinen ersten Auftritt als Cheftrainer der Bullen in Graz, als man die Steirer mit 3:0 biegen konnte. „Das war fantastisch, aber diesmal wird die Partie ganz anders und keinesfalls einfacher“, weiß der Niederländer, der auch ein Comeback von Kienast für möglich hält. Sturm-Coach Franco Foda will zumindest die „individuellen Fehler“, die sich „wie ein roter Faden durch die ganze Saison ziehen“, gegen Salzburg vermeiden.

Quelle: SVZ / Foto: Red Bull/gepa