Mittwoch, 28. September 2011

Ivanschitz zurück im ÖFB-Team +++ Viel Neues unter Ruttensteiner

Nach über zweieinhalbjähriger Abwesenheit kehrt Andreas Ivanschitz ins österreichische Fußball Nationalteam zurück. Der Mainz-Legionär wurde gestern von Interims-Teamchef Willi Ruttensteiner für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele gegen Aserbaidschan (Baku, 7. 10.) und Kasachstan (Astana, 11. 10.) nominiert.
 
„Er gehört für mich zu den 23 besten Spielern Österreichs“, erklärt Ruttensteiner. Ob der Burgenländer auch zum Einsatz kommt, hänge allein von den Trainingsleistungen ab. Der ExÖFB-Kapitän hatte im Februar 2009 beim 0:2 in Graz gegen Schweden unter Karel Brückner sein 49. und bisher letztes Ländermatch bestritten, danach wurde er von Dietmar Constantini nicht mehr berücksichtigt. Als Bruch mit der Ära seines Vorgängers sieht Ruttensteiner diese Vorgehensweise aber nicht. „Ich baue auf dem auf, was Constantini aufgebaut hat. Ich habe in die Basis, die er gelegt hat, meine Überlegungen einfließen lassen“, erläutert der Interimscoach, der auch Conditioning Coach Roger Spry, der von Constantini entfernt worden war, wieder zurück zum A-Team geholt hat. „Er ist einer der besten Fitness-Trainer Europas, deswegen ist er dabei“, meinte der Kurzzeit-Nationaltrainer, der außerdem einen zweiten Zeugwart dazuholt, auf einen Mentaltrainer aber verzichtet. „Das wäre kurzfristig zu viel gewesen“, so Ruttensteiner.
 
Zurück ins Team beorderte der Constantini-Nachfolger Rapids Christopher Trimmel, Admiras Philipp Hosiner holte erstmals in den Kader, um laut eigenen Angaben seine Wertschätzung für die österreichische Liga zu dokumentieren. Der zweite Team-Neuling ist Jörg Siebenhandl aus Wiener Neustadt. „Er hat die Chance genützt, seine letzten Auftritte waren in Ordnung“, so die Einschätzung von Goalie- Trainer Franz Wohlfahrt, der Siebenhandl beim 2:2 gegen Ried beobachtet hat.
 
Der 21-Jährige profitierte aber auch von der Verletzungsmisere unter den ÖFB-Keepern: Jürgen Macho, Helge Payer und Christian Gratzei fallen aus, weswegen das Tormann-Trio aus Siebenhandl, Düsseldorf-Legionär Robert Almer und Austrias Pascal Grünwald gebildet wird, die zusammen erst ein Länderspiel bestritten haben. Nicht nominiert wurden diesmal Admira Verteidiger Christopher Dibon und Hannover-Flügelspieler Daniel Royer, die stattdessen die U21-EM-Qualifikation am 6. Oktober in Innsbruck gegen die Niederlande und vier Tage später in Paisley gegen Schottland bestreiten sollen. Im U21-Team von Andi Herzog trägt Dibon üblicherweise die Kapitänsschleife.
 
Quelle: SVZ / Foto: apa/expa/Feichtner