Von Tiefstapeln hält Ricardo Moniz vor dem heutigen Fußball-Europa-League-Auftakt bei Paris Saint Germain nichts. Gegen die Franzosen schätzt der Salzburg-Coach die Chancen auf 50:50 – Ziel sei es, die Gruppe F auf Platz eins abzuschließen.
„Warum soll das nicht möglich sein, vor zwei Jahren haben wir es ja auch geschafft“, verteidigt der Niederländer seinen hohen Anspruch, den er heute auch mit einer starken spielerischen Leistung unterstreichen will. „Wir wollen hier ja nicht nur als Sparring-Partner mitspielen, sondern auch versuchen, das Spiel zu dominieren“, erklärt Moniz, der sich von der klar für die Franzosen sprechenden Papierform nicht beeindrucken lassen will. „PSG ist sicher eine starke Mannschaft, aber in der Vorbereitung sehe ich da keinen Unterschied zu Baumgarten oder Leogang“, überrascht der Niederländer mit gewagten Vergleichen und schießt bei der Frage, ob PSG die beste Mannschaft sei, auf die sein Team in dieser Saison treffe, noch hinterher: „Nein, absolut nicht. Ich fand Mattersburg gut. Die haben extrem stark verteidigt.“ Dagegen seien die Franzosen „eine fußballerische Mannschaft, und das liegt uns eigentlich, weil es uns mehr Räume gibt“. Dass eine zu freche Spielweise auch nach hinten losgehen könnte, ist ihm freilich bewusst. „International wird jeder Fehler bestraft“, weiß Moniz nicht erst seit dem Auswärtsmatch gegen Nikosia: „Da haben wir aus zwei Fehlern zwei Tore bekommen. Wenn wir unsere Lücken nicht besser schließen, werden wir abgeschlachtet.“
Gegen die Bullen spricht heute neben der Pariser Heimserie von 16 Europacup-Spielen ohne Niederlage auch die lange Ausfallsliste. Neben den Langzeit-Verletzten Alan, Mendes und Douglas fehlen auch Gonzalo Zarate und Georg Teigl. Dazu ist Innenverteidiger Petri Pasanen wegen seiner Gelb-Roten gegen Nikosia gesperrt. Fraglich ist neben Jakob Jantscher auch Stefan Maierhofer. Die beiden ÖFB-Teamspieler traten aber ebenso wie der erst 18-jährige Offensivspieler Simon Handle von den Red Bull Juniors gestern die Reise nach Paris an.
Sollte Maierhofer von seiner Wadenverletzung nicht rechtzeitig genesen, dürfte wohl wieder Salzburgs Top-Goalgetter der letzten Saison, Roman Wallner, im Sturmzentrum beginnen. „Roman ist ein sehr dankbarer Spieler. Er hat nie gemeckert“, weiß Moniz, was er am 29-jährigen Österreicher hat.
Quelle: SVZ / Foto: Foto: Red Bull/gepa
