Freitag, 30. September 2011

Austria hofft gegen Anif auf die Wende – Juniors wollen 5. Sieg

Fußball ist ein schnelllebiger Sport. Anif zählte bis jetzt zu den Libelingsgegnern der Salzburger Austria: In der ersten Westliga-Saison gab’s aus violetter Sicht einen Sieg und ein Remis, und noch im heurigen Juli kickte man den USK mit einem 2:0 aus dem ÖFB Cup. Morgen (15.30 Uhr) tritt der Tabellenzweite jedoch als Favorit in Maxglan an, auch wenn das Gäste-Trainer Thomas Hofer in Abrede stellt.
 
„Auwärts hat sich die Austria immer schwer getan und nur, weil sie jetzt erstmals seit eineinhalb Jahren ein Heimspiel verloren haben, sind wir noch lange nicht die Favoriten“, betont der Anifer Feldherr, sagt aber auch: „Wir wollen unbedingt an Wattens dranbleiben und haben sicher die Qualität, auch diese Partie zu gewinnen.“ Während Hofer um Duhnke, Roser und Zia bangt, fallen bei den Hausherren neben den „üblichen Verletzten“ auch die beim 0:2 in Saalfelden ausgeschlossenen Pavlovic und Kircher aus.
 
Das macht die Aufgabe für Interimstrainer Gerhard Stöger nicht leichter. „Aber irgendwann muss die Trendwende kommen – warumn nicht dieses Wochenende?“, ist der sportliche Leiter der Austria dennoch guter Dinge. Man hat aber auch für den Fall vorgesorgt, dass es noch nicht klappt, und am Donnerstag mit Anhänger-Vertretern konferiert. „Die Fans haben uns dabei ihre volle Untersützting zugesichert. Sie wollen nur, dass jeder alles probiert – und das können sie auch verlangen“, berichtete Stöger, der noch länger auf der Bank der Violetten sitzen könnte.
 
Neuer Trainer erst im Winter?
Am Dienstag hat er dem Klubvorstand eine Liste mit 29 Kandidaren für die Nachfolge von Didi Emich vorgelegt, mit denen er nun Gesprächen aufnehmen wird. „Das kann sich auf jeden Fall noch bis in die Winterpause ziehen. Außerdem haben wir in den nächsten Wochen ein schweres Programm“, will der Sportchef nichts überstürzen.
 
Entspannter als der Erzrivale können die Red Bull Juniors in die elfte Runde gehen: Nach katastrophalem Saisonstart haben die Jungbullen eine tolle Serie gestartet und zuletzt vier Meisterschaftsspiele in Folge gewonnen. „Wir kommen langsam dorthin, wo wir hin wollen“, freut sich Meistermacher Gerald Baumgartner. „Körperlich sind wir in einem Topzustand, aber dennoch müssen wir ständig versuchen, uns weiterzuentwickeln.“ Die nächste Chancen besteht gleichzeitig mit dem Derby-Hit daheim gegen Bregenz. Ebenfalls morgen ab 15.30 Uhr muss St. Johann beim Tabellenvorletzten Union Innsbruck ran, wobei Trainer Toni Schaupper durch die Verletzung von Dominique Thaler ein Abwehrproblem bekommen könnte. Erst am Sonntag will Aufsteiger Saalfelden, derzeit auf Rang sechs und damit die drittbeste Salzburger Mannschaft, seinen Erfolgslauf bei den Wacker Innsbruck Amateuren prolongieren.
 
Schon heute (jeweils 19 Uhr) sind die beiden Wallersee-Klubs an der Reihe. Seekirchen bestreitet bei Schlusslicht Hall im Kampf gegen den Abstieg ein Sechs-Punkte-Spiel, doch auch Neumarkt sollte daheim gegen Kufstein punkten, um nicht auch in dieser Saison gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. „Wir kennen diese Situation ja aus den Vorjahren, aber heuer haben wir nicht danit gerechnet“, räumt Trainer Hans Hajek ein, der umso mehr den verschenkten Zählern in Altach, bei Union Innsbruck und gegen Saalfelden nachtrauert. Doch auch der Gegner ist „angezählt“ und hat zuletzt viermal in Folge verloren.
 
Quelle: SVZ / Foto: Krug