Montag, 26. September 2011

Austria auch unter Stöger in der Krise: 0:2 und zwei Ausschlüsse

Auch im ersten Spiel unter Interimstrainer Gerhard Stöger fand die Salzburger Austria keinen Weg aus der Krise. Das samstägige 0:2 in Saalfelden war die dritte Fußball-Westliga-Pleite en suite, wobei die Violetten keinen einzigen Treffer verbuchten.
 
In der Bürgerau verhinderte Saalfeldens Torhüter Wolfgang Kraker bei Möglichkeiten von Nico Mayer (31.) und Winkler (37.) einen solchen. Gerhard Fabian wurde in der Folge aber zum „doppelten Sargnagel“ für die Austria: Kurz vor der Pause flog Kircher nach Foul an dem Flügelflitzer mit Gelb-Rot vom Feld, gleich nach dem Wiederanpfiff schritt der Neuzugang zum Elferpunkt und verwandelte eiskalt. Mit Keils Abstauber-Tor zum 2:0 war die Partie gelaufen, aber dennoch wurde es in der Schlussphase noch emotional: Zunächst sah Pavlovic, der Fürstauer vom Feld grätschte, zu Recht Rot, dann glich Schiri Sturz beide Teams mit dem Ausschluss von Tandari numerisch wieder an. Und den frei gewordenen Platz auf dem Feld nützte ein Austria-Anhänger für seinen großen „Auftritt“, der von fünf Polizisten aber rasch beendet wurde. Während sich FCPCoach Hannes Rottenspacher „sehr zufrieden“ zeigte, haderte Gerhard Stöger: „Wir sind wieder um eine Erfahrung reicher ... und um zwei Spieler ärmer, die uns gegen Anif fehlen werden.“
 
Anif-Sieg trotz Manndeckung
Und gerade im anstehenden Derby hätte man beide gut gebrauchen können, denn der USK zeigt sich weiter gut in Schuss, schlug Neumarkt mit 3:0 und liegt als Tabellenzweiter schon zehn Punkte vor der Austria. Für die Anifer war es diesmal allerdings ein Geduldsspiel. Denn die Gäste schafften es mit einer massierten Abwehr inklusive kompromissloser Manndeckung (!) tatsächlich, die Offensive der Gastgeber einzubremsen, und hatten kurz vor der Pause bei einem Stangentreffer von Weber sogar Pech. Mit einem 1000-Gulden-Schuss von Perlak war der TSV-Widerstand jedoch gebrochen (71.). Und Edeljoker Ozegovic, der schon am 1:0 beteiligt war, besorgte mit zwei tollen Kontertoren den Rest. Komplett konträre war die Analyse der beiden Trainer. „Was Neumarkt gespielt hat, hatte wenig mit Fußball zu tun. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung“, fand Anifs Thomas Hofer, während Hans Hajek meinte: „Für uns wäre wesentlich mehr drinnen gewesen.“
 
Seekirchen musste im dritten Derby der zehnten Runde gegen die Red Bull Juniors eine 1:4 Heimniederlage hinnehmen, obwohl Stockinger den Jungbullen-Cuphelden Heimann schon nach zwei Minuten bezwang. Doch Offenbacher und Adjei (erneut mit einem Doppelpack) stellten die Weichen auf Sieg. SVSCoach Markus Hoffmann war mit seiner Elf zufrieden, haderte aber mit dem Referee, der Rzepecki nach dem Schlusspfiff noch die Ampelkarte zeigte.
 
St. Johann kam gegen Tabellenschlusslicht Hall zu einem mühevollen 1:0-Erfolg. Die Pongauer hatten bei zwei Stangentreffern Pech, ehe Barnjak sein Team per Kopf erlöste. „Wir hatten Chancen en masse, aber je länger du keinen reinmachst, desto größer wird der Druck“, zeigte sich TSV-Feldherr Toni Schaupper erleichtert.
 
Quelle: SVZ / Foto: Krug