Montag, 12. September 2011

2:1, aber Anif tat sich schwer +++ Auch SVS und Juniors siegten

Nichts Neues an der Spitze der Fußball-Westliga: Anif bleibt dank eines 2:1-Heimerfolgs gegen Kufstein auch nach der achten Runde die Nummer eins, Wattens (3:1 in Saalfelden) der erste Verfolger. Dagegen könnte die Austria schon in der Frühphase der Meisterschaft sämtliche Titelchancen verspielen, da sich die Auswärtsschwäche auch am Samstag beim 0:4 in Bregenz fortsetzte.

Die Anifer gehen mit einem Punkt Vorsprung auf Wattens in das direkte Duell in Tirol am kommenden Freitag. Bleibt zu hoffen, dass der „Fast-Aufsteiger“ eher geneigt ist, dem Leader im Angriff Räume zu lassen, als das Kufstein tat. Der Tabellenfünfte konzentrierte sich weitgehend darauf, die Kreise von Perlak & Co. einzuengen und lauerte auf Konter und vor allem Standards. Der USK tat sich damit schwer, gab aber den Ton an. Und weil gleich zu Beginn bei einem schönen Schuss von Celebic niemand für den Abstauber bereitstand, vollstreckte der Solostürmer nach Stanglpass von Gröbl lieber selbst zum 1:0 (39.).
Nach der Pause wurden die aktiver werdenden Gäste durch Hartls Ausgleich belohnt. Doch als sich alle schon mit dem Remis zufriedenzugeben schienen, kam der große Auftritt von Raimund Friedl, der den Ball nach Vorarbeit von Leitner und Ozegovic aus kurzer Distanz über die Linie beförderte. Er war seinen Kollegen diesen Treffer freilich „schuldig“, nachdem er es kurz vor der Pause allein vor dem gegnerischen Goalie verabsäumt hatte, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Austria unter Wert geschlagen
Diese Möglichkeit hätte – so obskur es angesichts des Endstands klingt – auch die Austria gehabt. Stattdessen gab’s aber kurz vor der Pause das 0:1 und gleich nach dem Seitenwechsel die Gegentreffer zwei und drei. „Die Tore fielen zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, denn in der ersten Hälfte waren wir eigentlich das bessere Team“, haderte Trainer Didi Emich.
Besonders bitter war das violette Debakel, weil auch die Schützenhilfe ausblieb. Saalfelden klagte nach der Pleite gegen Wattens über zumindest zwei verlorene Punkte. „Die waren nicht übermächtig, sie wären zu packen gewesen“, sagte der Pinzgauer Feldherr Hannes Rottenspacher, dessen Elf einzig die Effizienz fehlte. Keil vergab in der zweiten Hälfte die Chance zur 2:1-Führung, Fabian ließ die Gelegenheit zum neuerlichen Ausgleich aus. Ein weiteres Lebenszeichen gab’s von den Red Bull Juniors mit einem 3:1 bei Union Innsbruck. „So kann es weitergehen“, freute sich Meistermacher Gerald Baumgartner. Und zwar schon am Mittwoch im Nachtrag in Liefering gegen Hall.

Seekirchen gelang mit einem 3:1-Heimerfolg gegen die Wacker Innsbruck Amateure nach der Derbyschlappe bei der Austria ein Befreiungsschlag. „Der Unterschied war, dass wir diesmal unbedingt gewinnen wollten“, resümierte SVS-Coach Markus Hoffmann. „Der letzte Pass und der Abschluss haben diesmal nicht gepasst“, analysierte sein Neumarkter Kollege Hans Hajek nach dem 1:3 des TSV bei den Altach Amateuren.
 
Quelle: SVZ / Foto: Krug