Montag, 30. Mai 2011

Juniors schossen sich zum Titel, Kooperationspartner gescheitert

In der vorletzten Runde der Fußball Westliga sind am Samstag aus Salzburger Sicht die letzten Entscheidungen gefallen: Während Seekirchen nach einem 2:2 gegen Neumarkt in der dritthöchsten Spielklasse bleibt (siehe unten), krönten sich die Red Bull Juniors durch ein 3:0 gegen Anif zum Meister und nahmen dem Kooperationsklub die letzte Chance auf den Relegationsplatz, den sich Wattens schnappte.

Von einer Stallorder konnte im Spitzenspiel in Liefering also keine Rede sein, auch wenn sich die „Verschwörungstheoretiker“ zunächst bestätigt sahen: Martin Hiden brachte eine Einwurf-Entscheidung so sehr auf die Palme, dass er wegen Schiri Beleidigung vom Platz flog. Doch auch zu zehnt war die „Jungbullen Reserve“ – viele Stammspieler waren verletzt oder wurden geschont – noch zu gut für die erschreckend schwachen Gäste.

Adjei sorgte nach Bulut-Flanke für das 1:0. Wer glaubte, dies sei nur ein Fehler im Red Bull Drehbuch gewesen, sah sich gleich nach Wiederanpfiff getäuscht, denn Debütant Alleoni erhöhte nach unglaublichem Patzer in der Anifer Abwehr auf 2:0. Einer der schönsten Spielzüge des Nachmittags brachte das dritte Hausherren Tor: Traumpass von Savic auf Alleoni, der Ebner umkurvte und den besser postierten Adjei sah – 3:0.

„Ich kann meinen Jungs nur gratulieren – ich denke, dass wir völlig verdient Meister sind“, freute sich Juniors-Coach Gerald Baumgartner. In der Red Bull Chefetage dürfte man nur verhalten mitgejubelt haben. „Unser Kooperationspartner wird sich zu Recht einige Frage stellen“, meinte der konsternierte Anif Feldherr Thomas Hofer. Offiziell ist die Zusammenarbeit mit dem USK nicht an den Aufstieg gebunden. Nur wenn es dabei bleibt, könnte es in der kommende Saison das Aufstiegsduell Anif gegen Austria geben.

Die Violetten ihrerseits vergaben durch ein 1:2 in Hard die Chance auf Platz drei. „Aber man kann mit dem Aufstiegsjahr trotzdem zufrieden sein“, fand Trainer Didi Emich, der in Vorarlberg mehrere Stützen vorgeben musste. Immerhin gab nun auch Schmidt sein Okay für die nächste Saison – damit bleibt der Stamm des Teams unverändert.

Quelle: SVZ / Foto: Krug