Freitag, 17. Dezember 2010

Transfercoup: Anif angelt nach Aufhauser

Heimkehr. LASK-Kapitän Rene Aufhauser lebt mit seiner Familie nach wie vor in Salzburg. Er könnte sich bald das Pendeln nach Linz sparen.

Da die Red Bull Juniors nach den Statuten der Bundesliga nicht berechtigt sind, von der Fußball Regionalliga in die zweithöchste österreichische Bundesliga aufzusteigen, entschloss man sich vor Saisonbeginn bei Red Bull, Anif zum Kooperationsklub zu machen. Das Ziel wurde klar definiert: Anif soll mit finanzieller Unterstützung des Dosenkonzerns den Aufstieg in die Erste Liga schaffen. Dort sollen sich die Talente der Bullen dann an die raue Bundesligaluft gewöhnen.

Zusammen mit Red Bull wurde in Anif auch bereits eine Mannschaft geformt, die beste Chancen besitzt, das Ziel zu verwirklichen. Die Truppe von Trainer Thomas Hofer liegt nach der Herbstsaison an vierter Stelle. Da einige Spitzenklubs der Westliga aber keine Lizenz für den Bundesligafußball beantragt haben, könnte den Anifern auch Platz drei (dieser Rang muss aber mindestens erreicht werden) zur Teilnahme an den beiden Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Mitte reichen.

Es wird aufgerüstet
Um im Frühjahr keine böse Überraschung zu erleben, werden die Anifer mit der Unterstützung von Red Bull in der Winterübertrittszeit noch einmal kräftig investieren. Man will auch für die beiden Play-off-Spiele gerüstet sein. Fünf erfahrene Bundesligaspieler sollen nach Anif gelockt werden. Darunter könnte sich auch Rene Aufhauser befinden. Mit dem 34-Jährigen würden die Anifer im zentralen Mittelfeld eine echte Führungspersönlichkeit erhalten. So wie es Ex-Nationalspieler Martin Hiden bei den Red Bull Juniors im Herbst vorzeigte, könnte Aufhauser der verlängerte Arm von Hofer auf dem Spielfeld sein.

Absage von Diego Viana

Und Aufhauser hat auch ein Herz für Salzburg. Der gebürtige Steirer fand in Salzburg eine zweite Heimat. Er wohnt mit seiner Familie nach wie vor in Salzburg, pendelt fast täglich zwischen seinem Haus in Leopoldskron und Linz. Sollte sich Aufhauser dazu entschließen, in Anif seine erfolgreiche Laufbahn, die mit dem Meistertitel in Salzburg 1997 begann, zu beenden, wäre das ein Glücksfall für den Westligisten. Aufhauser, der auch mit dem GAK und Red Bull Titel holte, gehört noch immer zu den torgefährlichsten Mittelfeldspielern der Bundesliga. Und er ist ein Musterprofi, der in jedem Spiel und Training an seine Leistungsgrenzen geht. Wie ernst es Red Bull damit meint, Anif in die Erste Liga zu bringen, zeigte auch die Anfrage von Sportdirektor Thomas Linke bei Diego Viana. Doch der Torjäger bevorzugte den Wechsel von Wiener Neustadt zum Lokalrivalen Grödig.

Quelle: Salzburger Nachrichten