Vor knapp zwei Wochen überraschte die WSG Wattens mit dem Plan, auf die Austragung des Fußball-Regionalliga-Heimspiels gegen die Salzburger Austria aufgrund von Sicherheitsbedenken verzichten zu wollen. Knapp zwei Stunden dauerte es gestern, bis dieses Thema praktisch wieder vom Tisch war. Beim „Sicherheitsgipfel“ der Westliga in Innsbruck zerstreuten die Landesverbandschefs von Tirol (Sepp Geisler) und Salzburg (Herbert Hübel) sowie Austria-Obmann Walter Windischbauer, allesamt ausgebildete Juristen, die Bedenken von Wattens-Boss Robert Auer.Behörden sindletzte Instanz
„Der gastgebende Verein trägt nur am Stadiongelände die Verantwortung und auch da kann er für Ausschreitungen nur haftbar gemacht werden, wenn er Sicherheitsauflagen nicht erfüllt“, erklärte Windischbauer, der nicht nur die Verbände, sondern auch zwei ÖFB-Gesandte hinter sich wusste. Wattens, nach Verlustpunkten Tabellenführer, muss nun ein Sicherheitskonzept erarbeiten und der zuständigen Behörde vorlegen, diese war bei der gestrigen Sitzung ebenfalls vertreten und will einem Papier auf Basis der vorjährigen Pläne beim ÖFB-Cup-Spiel gegen Sturm Graz zustimmen.
Die Partie am kommenden Samstag wird aber dennoch zur Nagelprobe für die Violetten. „Ich kann nur an alle Fans appellieren, sich doppelt und dreifach ordentlich zu verhalten“, so Windischbauer. „Ganz Österreich wird auf uns schauen. Das Schlimmste, was dem Vereinpassieren könnte, wären Randale in Wattens.“ Vorerst herrscht aber die Erleichterung vor: „Eine Entscheidung im Sinne des Sports“, nannte der Klubchef das Einlenken der Tiroler.
In einer eigenen Sitzung will man nächste Woche die weiteren Problemfälle Reichenau, Union Innsbruck und Höchst behandeln. Die Vorarlberger könnten die Besucherzahl begrenzen, die Innsbrucker Vereine auf andere Plätze in der Landeshauptstadt ausweichen.
Quelle: SVZ / Foto: Krug